| Sanierung der Talsperre Klingenberg: Stollendurchbruch ist Meilenstein im Baugeschehen
Dresden, 13.7.06 - Nach acht
Monaten Bauzeit ist der Tunnel für den Entlastungsstollen an der
Talsperre Klingenberg fertig. Ende der vorigen Woche stieß der Bohrkopf
nach mehr als drei Kilometern unter Tage in der Nähe von Pretzschendorf
wieder ans Licht. 'Damit ist ein weiterer Meilenstein bei der Sanierung
der Talsperre Klingenberg geschafft', freute sich Umwelt- und
Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich heute (Donnerstag, 13. Juli)
bei den Feierlichkeiten 'zum Abschluss der Vortriebsarbeiten'. Die
Sanierung der Talsperre Klingenberg sei eines der größten
Wasserbauvorhaben im Freistaat, so der Minister weiter. Die als
'Wasserglas von Dresden' bekannte Talsperre wird mit einem
Gesamtaufwand von 60 Millionen Euro bis zum Jahr 2010 grundlegend
saniert.
Die Instandsetzung der knapp
einhundert Jahre alten Staumauer ist nur bei vollkommen entleerter
Talsperre möglich. Der jetzt gebaute Stollen spielt bei dem
Sanierungsprojekt eine wesentliche Rolle: So wird während der
Bauarbeiten an der Staumauer Wasser aus den Talsperren Lehnmühle und
Rauschenbach im Stollen um die leere Talsperre herum geführt. Dabei
rauschen jede Sekunde rund 1.000 Liter Wasser durch den Stollen
hindurch. Die Versorgung der Wasserwerke Klingenberg und Coschütz mit
Rohwasser ist deshalb in der gesamten Bauphase gewährleistet. Während
der Bauzeit und nach Abschluss der Sanierung dient der Stollen der
Entlastung der Talsperre bei Hochwasser. Rund 30.000 Liter können pro
Sekunde im Stollen an der Talsperre vorbei geführt werden. In der
Talsperre stehen neben 12 Mio. m³ Stauraum für die
Trinkwasserversorgung auch 2 Mio. m³ Hochwasserrückhalteraum zur
Verfügung. 'Damit leistet diese Talsperre einen wichtigen Beitrag zum
Hochwasserschutz im Weißeritztal.' Der Bau des Entlastungsstollens und
seiner Betriebseinrichtungen verschlingt rund ein Drittel der Bausumme.
Wie Tillich betonte, seien schon an diesem Betrag Dimension und
Bedeutung des Stollens erkennbar.
Für den Stollen wurden rund
39.000 Kubikmeter Gestein ausgebrochen. Ein großer Teil davon wird im
Straßenbau eingesetzt, Restmengen werden zur Wiederauffüllung von Aus-
und Einlaufbauwerken benötigt.
Die Talsperre Klingenberg
staut Wasser aus der Wilden Weißeritz. Sie versorgt rund 375.000
Einwohner in Dresden und im Weißeritzkreis mit Trinkwasser.
Quelle:
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