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2009
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Talsperre
Januar
Dienstag, 13. Januar 2009 (Sächsische Zeitung)
Talsperre Klingenberg wird im Herbst geleert Von Franz Herz
Hochdruck
herrscht dieses Jahr auf der Baustelle an der Talsperre Klingenberg.
Selbst bei den jetzigen winterlichen Temperaturen sind die Bauarbeiter
am Überlauf und an der Kaskade aktiv. Die Baufirma Züblin hat eigens
ein Zelt dafür aufgebaut. „Bewehrungsarbeiten laufen zurzeit unter dem
Dach, Abbrucharbeiten im Freien. Nur Betonieren kann man jetzt nicht.
Dazu muss es erst wärmer sein“, sagt Staumeister Andreas Wendt.
Dieser Teil der Sanierungsarbeiten ist von vornherein als
Winterbaustelle geplant worden. Der Zeitdruck hat sich allerdings
verschärft. Es gab Verzögerungen im Zeitplan, weil der Überlauf
manchmal anders gebaut war, als es in den alten Plänen stand,
informierte Michael Humbsch, der bei der Landestalsperrenverwaltung für
die Sanierung in Klingenberg verantwortlich ist.
Staumauer ist an der Reihe
Dieses Jahr beginnt auch das wichtigste Vorhaben des gesamten Projekts:
die Sanierung der Sperrmauer. Dazu wird im Herbst die Talsperre
vollständig geleert. Ab November soll kein Wasser mehr in der
Hauptsperre sein.
Momentan läuft das europaweite Ausschreibungsverfahren für den Auftrag,
der eine zweistellige Millionensumme wert sein wird. „Dafür sind
Spezialkenntnisse erforderlich. Deswegen machen wir die Ausschreibung
als nicht öffentliches Verfahren“, sagt Humbsch. In der ersten Runde,
die jetzt läuft, können sich Betriebe bewerben, damit sie ein Angebot
abgeben dürfen. Sie müssen nachweisen, dass sie bestimmte Arbeiten
schon gemacht haben und dass sie entsprechendes Fachpersonal haben.
Dabei geht es um Spezialwasserbau und die dafür erforderliche Technik,
aber auch um andere Aufgaben. „An der Staumauer sind auch viele
Natursteinarbeiten mit hohen Anforderungen vom Denkmalschutz zu machen.
Auch dafür benötigen sie Fachleute“, sagt Humbsch.
Unter den Firmen, die sich bewerben, wählt die Talsperrenverwaltung
maximal acht aus. Die bekommen die Ausschreibungsunterlagen und sollen
ein Angebot abgeben. Mitte April wird die Entscheidung fallen, wer den
Auftrag bekommt. Im Juli ist die Bauanlaufberatung vorgesehen.
Anschließend beginnen die Vorbereitungen wie das Einrichten der
Baustelle.
Schöne Fische
Im Herbst wird dann die Talsperre geleert. Das Wasser soll langsam an
die Wasserwerke Klingenberg und Coschütz abgegeben werden. Im November
ist dann nichts mehr drin. Dann springt die Wasserversorgung aus der
Vorsperre und aus der Talsperre Lichtenberg an.
„Beim Entleeren des Sperre ist auch der sächsische Anglerverband mit
eingebunden. Wenn der Wasserstand weit genug unten ist, wird
abgefischt“, sagt Humbsch. Ein Gutachten ergab, dass nicht viele Fische
in dem klaren Wasser schwimmen, aber schöne Tiere. „Wir haben da
Barsche, die sind bis zu 15 Jahre alt“, sagt Humbsch.
Darum können sich die Bauleute nicht kümmern. Wenn das Wasser tief
genug gesunken ist, beginnen sie, auf der Wasserseite zu arbeiten. Die
weiteren Schritte laufen dann ähnlich wie beim Bau der Sperre im Jahre
1907.
Die Weißeritz wird umgeleitet und in einem kleinen Stollen um die
Staumauer herum geführt. Ein Fangedamm schützt die Baustelle vor dem
Wasser und leitet es in den Stollen. Diese kleine Umleitung ist
erforderlich, während der Grundablass erneuert wird. Diese Arbeiten
sollen alle in diesem Jahr erledigt werden. Bis die gesamte Staumauer
erneuert ist, wird es aber 2011 werden. Dann können die Staumeister
auch die Talsperre wieder füllen.

Unter Zeltplanen flechten die Bauleute an der Talsperre Klingenberg die
Bewehrung und errichten die Schalung für die Betonarbeiten am Überlauf
der Staumauer. Ehe allerdings die Betonfahrzeuge rollen, müssen die
Temperaturen wärmer werden.
Fotos: Egbert Kamprath
Mittwoch, 14. Januar 2009 (Sächsische Zeitung)
Elektrotechnik für Stauwarte in Klingenberg
Klingenberg
An
der Stauwarte, von der aus die Staumeister die Talsperre Klingenberg
überwachen, wird dieses Jahr neue Elektrotechnik eingebaut. „Mit
moderner Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik wird das ganze
Talsperrensystem überwacht und geregelt“, informierte Michael Humbsch,
der für die Gesamtsanierung der Talsperre verantwortlich ist.
Das System ist mit doppelter Sicherheit ausgestattet, denn es muss
genau dann funktionieren, wenn Hochwasser herrscht. Es gibt für diese
Fälle beispielsweise an der Vorsperre einen Notstromgenerator, der von
einer Gasturbine angetrieben wird. Ein Dieselaggregat ist an der
Trinkwassertalsperre nicht zulässig.
Die Verkabelung, welche alle Anlagen rings um die Talsperre mit der
Stauwarte verbindet, wird aber erst im kommenden Jahr installiert
werden. Vorher müssen andere Bauarbeiten abgeschlossen werden, damit
nicht die neu verlegten Kabel schon wieder beschädigt werden. (SZ/fh)
Donnerstag, 29. Januar 2009 (Sächsische Zeitung)
Vom Probebetrieb hängt viel ab Von Franz Herz
Die
Testserie an der Talsperre Klingenberg geht weiter. Diese Woche beginnt
der Probebetrieb für die Ersatzwasserleitung, von der das Wasserwerk
Klingenberg abhängt, wenn die Talsperre geleert ist. Darüber
informierte Michael Humbsch, der bei der Landestalsperrenverwaltung
Sachsen für die Sanierung der Talsperre verantwortlich ist. Vom
Wasserwerk Klingenberg erhält der Raum Dippoldiswalde/Freital sein
Trinkwasser.
Ersatzleitung kommt früher
Die Ersatzleitung verbindet die Talsperre Rauschenbach bei Neuhausen
mit der Sperre Lichtenberg und schließlich mit Klingenberg. Dort kommt
das Rohr an der Vorsperre an, führt weiter durch den neuen Tunnel an
der Hauptsperre vorbei und mündet beim Wasserwerk Klingenberg.
„Das ist ein komplexes System“, sagt Humbsch. Dazu gehören der
Hochbehälter Beerhübel bei Burkersdorf, mehrere Messstationen und ein
Stromgenerator an der Vorsperre. Schon in der Leitung wird die
Wassergüte laufend überwacht und automatisch weitergemeldet. Mit dem
Generator wird Strom erzeugt. Damit gewinnt die Talsperrenverwaltung
einen Teil der Energie zurück, die sie aufwenden muss, um das Wasser
über den Berg zu pumpen. „Das ganze System wird jetzt mehrere Wochen
lang auf Herz und Nieren geprüft. Denn für die Ersatzwasserversorgung
gibt es keine Alternative. Die muss funktionieren“, sagte Humbsch.
Es kann sogar sein, dass schneller als ursprünglich geplant auf die
Ersatzversorgung umgeschaltet wird. Vorgesehen war dies im Herbst, wenn
die Talsperre leer wird.
Gefährlicher Abriss
Aber beim Bauablauf ergeben sich Probleme. Denn unterhalb der Staumauer
in Klingenberg liegen mehrere Leitungen eng nebeneinander. „Wir hatten
vorgesehen, Rohrleitungen auszuwechseln und sie in der Trasse der alten
Rohre neu zu verlegen“, berichtet Humbsch. Allerdings haben die Erbauer
vor hundert Jahren die Gussrohre in meterdickem Beton verlegt. Der muss
ebenfalls abgerissen werden. Das ist gefährlich, wenn direkt daneben
eine andere Leitung in Betrieb ist. Deswegen kann es passieren, dass
hier der Bauablauf geändert wird.
Auch die Wasserversorgung Weißeritzgruppe, die das Klingenberger
Wasserwerk betreibt, drängt darauf, hier kein Risiko einzugehen. „Wir
wollen, dass es einen Schnitt gibt, wir das Wasser aus der Talsperre
Rauschenbach bekommen und wieder stabile Verhältnisse haben für die
Wasserversorgung“, sagt deren Geschäftsführer Frank Kukuczka. Denn das
Wasserwerk muss sich auf die unterschiedlichen Wasserqualitäten
einstellen. Das kann mehrere Wochen dauern. „Da darf es dann keinen
Wechsel hin und her geben“, sagt Kukuczka. Deswegen hängt viel von dem
Probebetrieb ab, der jetzt beginnt.
Aus der Talsperre Klingenberg erhält auch noch das Wasserwerk
Dresden-Coschütz der Drewag Rohwasser. Dort ist die Versorgung nicht so
kompliziert. Das Wasser für die Drewag kommt aus der Vorsperre, fließt
einfach durch den Tunnel und in der Rohrleitung weiter nach Coschütz
wie jetzt auch schon. Deswegen wird das Dresdner Wasser wohl bis zum
Herbst dieses Jahres aus der Hauptsperre Klingenberg genommen. Dann
wird die Talsperre geleert und die Sanierung der Staumauer beginnt. Für
diesen Bauauftrag in zweistelliger Millionenhöhe läuft inzwischen das
Ausschreibungsverfahren.

Die Baufirma Züblin hat an der Talsperre Klingenberg ihre
Winterbauvorkehrungen verstärkt, zusätzliche Zelte aufgestellt und
beheizt diese. Seit zwei Wochen wird auch wieder betoniert. Unterm Zelt
geht das auch bei Minustemperaturen. Hier ist die Baustelle am
Tosbecken unterhalb der Staumauer zu sehen. Dort werden im
Hochwasserfall mehrere Wasserströme zusammenfließen.
Foto: Egbert Kamprath
Donnerstag, 29. Januar 2009 (Sächsische Zeitung)
Sanierung der Talsperre Klingenberg
Dieses
Jahr soll im Sommer die Sanierung der Staumauer beginnen. Das ist der
wichtigste Teil der Gesamtsanierung. Hier geht es um einen Bauauftrag
in zweistelliger Millionenhöhe.
Derzeit erneuert die Firma Züblin den Hochwasserüberlauf an der
Staumauer, die Kaskaden und das Tosbecken. Das ist eine Winterbaustelle.
Im vergangenen Jahr wurde die Vorsperre fertiggestellt, der Hochwasserentlastungsstollen sowie die Ersatzwasserversorgung.
Diese Anlagen sind seit Anfang Dezember in einem groß angelegten Testbetrieb.
Die Kosten für die gesamte Sanierung der Talsperre werden auf 64 Millionen Euro geschätzt.
Quelle: Landestalsperrenverwaltung |
März
Freitag, 20. März 2009 (Sächsische Zeitung)
Infos zur Sanierung in Klingenberg am Tag des Wassers
Klingenberg/Dresden
Zum Tag des Wassers sind am Sonntag, dem 22. März, Baustellenführungen
an der Talsperre Klingenberg geplant, informierte die Drewag. Der
Dresdner Wasserversorger öffnet an diesem Tag seine Türen im
Wasserwerk-Coschütz und zeigt den Besuchern auch die Talsperre, wo das
Trinkwasser ursprünglich herkommt.
Im 25-Minuten-Takt fahren Busse zwischen Coschütz und der Talsperre. In
Klingenberg erklären Mitarbeiter der Landestalsperrenverwaltung die
Sanierung der Talsperre, zeigen Filme und Fotos vom Bauablauf. (SZ/fh)
Tag des Wasser am Sonntag, dem 22. März, von 9 bis 17 Uhr am Wasserwerk Coschütz und an der Talsperre Klingenberg.
Samstag, 21. März 2009 (Sächsische Zeitung)
Sachsen in sechs Jahren flutsicher
Von Claudia Parton
Von den 250 dringendsten Hochwasserprojekten ist jedes fünfte fertig. Doch vieles müsste eigentlich schneller vorangehen.
Der Freistaat Sachsen hat seit der Hochwasserkatastrophe 2002 rund 300
Millionen Euro für Schutzbauten ausgegeben. Jede fünfte als dringlich
eingestufte Maßnahme ist abgeschlossen. Bei der Flut war ein Schaden
von mehr als sechs Milliarden Euro entstanden. 21 Menschen starben.
Viel wurde geschafft, viel ist noch zu tun:
Deiche und Flutbecken sind zuerst dran
Das Umweltministerium hat rund 1600 Schutzmaßnahmen auf der Liste. 250
haben oberste Priorität. Dazu gehört, alle Deiche zu sanieren. Fast
jeder war 2002 durchweicht. Eilig hat es der Freistaat auch bei
Rückhaltebecken im Osterzgebirge und beim Schutz von Dresden, Döbeln,
Grimma und Eilenburg. Dort werden vor allem Schutzmauern und Fluttore
gebaut.
„Ein Hochwasser wie 2002 würde heute längst keinen so hohen Schaden
mehr anrichten“, sagt Martin Socher vom Umweltministerium. Bis
spätestens 2015 sollen alle Maßnahmen oberster Priorität abgearbeitet
sein. Kosten: rund eine Milliarde Euro.
Die Vorwarnzeit hat sich mehr als verdoppelt
Fast abgeschlossen ist der Ausbau des Frühwarnsystems an den Flüssen
und Bächen. 2002 fiel zusammen mit Strom und Telefon fast jeder dritte
der 180 Pegelmesser aus. Das kann nach Angaben der
Landeshochwasserzentrale nun nicht mehr passieren. Alle Anlagen haben
doppelte Technik bekommen und übermitteln ihre Daten im Ernstfall über
die Mobilfunknetze. Neu sind 72 Niederschlagsmesser.
Die Hochwasserzentrale hat zudem ihre Flutmodelle überarbeitet. Alles
in allem kann sie an der Elbe nun über etwa 60 Stunden abschätzen, wie
sich der Pegel entwickeln wird – 2002 waren es 24 Stunden. An den
Nebenflüssen erhöhte sich die Vorwarnzeit von sechs auf zwölf bis 24
Stunden.
An den Gebirgsbächen, die sehr schnell auf viel Niederschlag reagieren,
bleiben aber hohe Unsicherheiten. „Wir versuchen, auch hier eine
Vorwarnzeit von zwölf Stunden zu erreichen. Aber die regionalen
Wettervorhersagen sind zu ungenau“, sagt Uwe Höhne, Leiter der
Hochwasserzentrale.
Vielen Betroffenen geht es nicht schnell genug voran
Viele betroffene Kommunen beklagen, dass der Freistaat zu langsam sei.
So wartete Pirna mehr als sechs Jahre auf eine Studie zu der Frage, ob
der Bahndamm neben der Elbe auch als Deich für die Altstadt taugt. Erst
jetzt steht fest: Er eignet sich nicht. Oberbürgermeister Markus Ulbig
(CDU) hofft, dass er nun wenigstens Schutz für einen Trafo bekommt, der
fast die ganze Altstadt mit Strom versorgt. Eine Zusage gibt es, einen
Bautermin nicht.
Der derzeitige Stand sei für Pirna nicht akzeptabel, sagte Ulbig.
„Realisierbare Varianten in überschaubarer Zeit sind uns lieber als
hochgesteckte, aber unerreichbare Ziele.“ Umweltminister Frank Kupfer
(CDU) weist die Kritik zurück. „Hochwasserschutz ist eine Aufgabe für
Generationen. Das haben wir bereits im August 2002 erkannt.“
Viele Kommunen werden schon wieder nachlässig
2002 wurden viele Anwohner zu spät gewarnt, weil Informationen in den
Rathäusern liegen blieben. Sechs Jahre später geht die Schlamperei
wieder los. Die Hochwasserzentrale schickt bei Flutalarm SMS an rund
1300 Kommunen, Krankenhäuser und Privatpersonen. Sie müssen quittieren,
dass sie die Warnung empfangen haben. Fast die Hälfte aber reagiert
nicht. Nach einer Stunde schaltet die Hochwasserzentrale die
nächsthöhere Behörde ein. Zeit geht verloren. Uwe Höhne: „Das System
ist neu. Vielleicht wachsen wir noch rein.“
Die Landeshochwasserzentrale öffnet am Sonntag von zehn bis 15 Uhr die
Türen. Experten erklären, wie Hochwasser entsteht, und zeigen
Schutzmaßnahmen. Zur Wetterwarte 3, Dresden-Klotzsche.

Beispiel Talsperre Klingenberg: Sie versorgt Dresden mit Trinkwasser.
Haben die Gebirgsflüsse einen hohen Pegel, wird viel Dreck
angeschwemmt. Der Freistaat ließ einen drei Kilometer langen Stollen
bauen, durch den künftig Ersatzwasser fließt. Zudem wird die Staumauer
saniert. Kosten: 64 Millionen Euro. Foto: SZ/Lehmann
Impressionen vom 'Tag des Wassers' (22.03.2009)
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Sanierung der Kaskaden
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Auslaufbauwerk der Talsperre

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in der 'Schildkröte'

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Einer der Eingänge zur Staumauer

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im Auslaufbauwerk des Umgehungsstollen
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Abgänge Kraftwerk

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Blick vom Lindenhof zur Talsperre

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das neuer Überlaufbauwerk

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Blick von der Staumauer
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Mittwoch, 25. März 2009 (Sächsische Zeitung)
Talsperre in Klingenberg wieder gefüllt
Von Franz Herz
Steigt der Wasserstand noch weiter an, dann wird es durch den neuen Stollen vorbeigeleitet.
In der letzten Woche ist der Wasserstand in der Talsperre Klingenberg
wieder um eine Million Kubikmeter gestiegen. Vorher war er wegen der
Bauarbeiten an der Staumauer abgesenkt.
„Wir haben jetzt 8,6Millionen Kubikmeter Wasser in der Sperre. Das ist
fast die Höhe, die wir für den Sommer erreichen wollen“, sagt Michael
Humbsch, der bei der Landestalsperrenverwaltung für die Sanierung der
Talsperre Klingenberg verantwortlich ist. Der restliche Stauraum in
Klingenberg muss dieses Jahr frei bleiben für den Hochwasserfall.
Die Talsperre ist durch Schneeschmelze und Regen schneller voll
geworden als erwartet. Dabei haben die Staumeister bereits einen Teil
des Wassers durch den Hochwasserentlastungsstollen an der Talsperre
vorbeigeleitet. Trübes Schmelzwasser gelangte damit nicht in das
Trinkwasserreservoir. Dadurch blieb dort die Wasserqualität gut.
Sollte jetzt noch weiterer Regen fallen, würden die Staumeister weiter
den Stollen nutzen, um das Wasser vorbeizuleiten und den Wasserspiegel
auf der jetzigen Höhe zu halten. Ab September ist vorgesehen, die
Talsperre Klingenberg zu leeren, damit die Sanierung der Staumauer
beginnen kann.
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April
Donnerstag, 02. April 2009 (Sächsische Zeitung)

Montag, 27. April 2009 (Sächsische Zeitung)
Ausschreibung beginnt für die Staumauersanierung
Klingenberg/Pirna
Derzeit bereiten die Mitarbeiter der Landestalsperrenverwaltung die
Ausschreibung für die Sanierung der Staumauer an der Talsperre
Klingenberg vor, informierte Michael Humbsch, der
Projektverantwortliche. In einer europaweiten Vorauswahl wurden Firmen
ausgesucht, die sich jetzt um den Auftrag bewerben. Sie sollen Mitte
Mai die Unterlagen bekommen.
Ende diesen Jahres soll die Talsperre geleert werden, damit die
Bauleute die 100 Jahre alte Mauer sanieren und neu abdichten können.
Diese Arbeit ist das Kernstück des gesamten Sanierungsvorhabens, das
seit 2005 läuft und bis 2012 dauern soll. Die Kosten der gesamten
Arbeiten werden auf 64Millionen Euro geschätzt. (SZ/fh)
Mai
Sonnabend, 09. Mai 2009 (Sächsische Zeitung)
neue Verkleidung der Kaskaden
(Bild anklicken für vollständigen Artikel)
Montag, 11. Mai 2009 (Sächsische Zeitung)
Eine imposante Baustelle in Klingenberg
Von Franz Herz
Hier
wird die Kaskade an der Talsperre Klingenberg neu aufgebaut. Sie ist
Teil des Hochwasserüberlaufs. Dieser wird derzeit für sieben Millionen
saniert. Die Arbeiten sollen bis August abgeschlossen werden. Foto:
Kamprath
Für rund sieben Millionen Euro lässt die Landestalsperrenverwaltung
(LTV) den Hochwasserüberlauf an der Talsperre Klingenberg erneuern,
teilt Michael Humbsch mit. Er ist bei der LTV für die Sanierung
verantwortlich.
Die Talsperre läuft über, wenn zu viel Hochwasser kommt, wie es im
August 2002 passiert ist. Dann sorgt der Überlauf dafür, dass die
Wassermassen immer noch geordnet wegfließen und nicht die Staumauer
gefährden. Eine Rinne fängt oben das überschießende Wasser auf. Diese
wurde neu betoniert und ist fertig. Dann stürzt das Wasser auf der
Kaskade hinunter. Deren Stufen nehmen dem Wasser seine
Bewegungsenergie. Wie groß diese sein kann, zeigte sich auch 2002.
Damals zerstörte das Wasser die Kaskade teilweise.
Die Bauarbeiter haben die Stufen neu betoniert und verkleiden sie jetzt
mit Natursteinen. Sie verwenden Gneis. Das ist das gleiche Material,
das die Bauleute vor einem Jahrhundert beim Bau der Talsperre verwendet
hatten. Das ist vorgeschrieben, da die Sperrmauer ein Denkmal ist, das
nicht verändert werden darf.
Die Arbeiten am Hochwasserüberlauf mit der Kaskade laufen seit Oktober
letzten Jahres. Der Fertigstellungstermin dafür hat sich verschoben.
Der Abschluss dieser Arbeiten war ursprünglich Mitte Juni geplant. Über
den Winter gab es Verzögerungen. Der neue Termin ist nun auf Mitte
August gesetzt.
Länger als ursprünglich erwartet, ziehen sich auch die verschiedenen
Testläufe rings um die Talsperre hin. „Das ist komplizierter, als wir
das eingeschätzt haben“, sagt Humbsch. „Daher laufen die Tests länger.“
Die verschiedensten Situationen, die an der Talsperre auftreten können,
werden durchgespielt. Damit sind die Staumeister auf Havariefälle oder
besondere Situationen besser vorbereitet. Vor allem geht es darum, die
Wasserqualität in den Wasserwerken Klingenberg und Dresden-Coschütz zu
sichern.
Die Anlagen funktionieren alle, das hat sich schon gezeigt. Ausführlich
getestet werden jetzt die automatischen Abläufe und ihr Zusammenspiel.
Alle Leitungen rings um die Talsperre werden automatisch gesteuert.
„Das müssen wir programmieren und durchtesten“, sagt der Projektleiter.
Beispielsweise dürfen die Ventile nicht zu schnell schließen, sonst
gibt es Überdruck in den Leitungen.
Die Probeläufe haben Ende 2008 begonnen und sollten eigentlich bis März
abgeschlossen sein. „Aber die zeitliche Verlängerung ist noch kein
Problem. Wir haben mit den Tests Zeit, bis die Hauptsperre geleert
wird“, sagt Humbsch. Dies ist im Herbst vorgesehen.
Juni
Montag, 15. Juni 2009 (Sächsische Zeitung)
Ausschreibung läuft für die Sanierung der Staumauer Klingenberg
Die Talsperrenverwaltung hat einen Riesenbauauftrag zu vergeben.
Die Landestalsperrenverwaltung (LTV) verschickt derzeit die
Ausschreibungsunterlagen für die Sanierung der Staumauer der Talsperre
Klingenberg an die beteiligten Firmen, informiert Michael Humbsch, der
Projektverantwortliche bei der LTV. Bis Juli werden die Angebote
erwartet.
Es handelt sich dabei um einen sehr umfangreichen Bauauftrag. Allein
die Auflistung der einzelnen Bauleistungen umfasst 500 Seiten. Drei
dicke Aktenordner sind mit Zeichnungen gefüllt. Die erwarteten
Baukosten liegen im zweistelligen Millionenbereich.
Die Firmen, die jetzt ein Angebot abgeben können, sind in einer ersten
Runde nach ihrer fachlichen Eignung ausgewählt worden. „Die
Anforderungen sind sehr hoch. Bei der Mauersanierung fallen
Unter-Tage-Arbeiten ebenso an wie denkmalschutzgerechte
Natursteinsanierung oder der Einbau anspruchsvoller
Überwachungstechnik“, sagt Humbsch. Wenn ein Unternehmen den Zuschlag
bekommt, soll nach dem jetzigen Zeitplan am 16. Oktober dieses Jahres
die Mauersanierung beginnen. An Anfang sind Abbrucharbeiten vorgesehen.
Mit der Mauersanierung beginnt auch der spektakulärste Teil der
gesamten Arbeiten. Dann wird die Talsperre Klingenberg abgelassen.
Gegen Ende dieses Jahres wird der Stausee, der im Normalfall rund
16Millionen Kubikmeter Wasser enthält, komplett leer stehen.
Während dieser Zeit werden die Wasserwerke in Klingenberg und
Dresden-Coschütz von der Vorsperre und der Talsperre Lichtenberg aus
mit Wasser versorgt. Dafür wurde eigens eine Rohrleitung verlegt.
Die Arbeiten an der Mauer sind der wichtigste Arbeitsschritt bei der
Sanierung der Talsperre Klingenberg. Die Staumauer ist von 1908 bis
1914 gebaut worden. Sie muss nach fast hundert Jahren überholt und
technisch besser ausgerüstet werden, damit sie ein weiteres Jahrhundert
gut übersteht. Das Gesamtprojekt läuft noch bis 2012 und seine Kosten
werden auf 64Millionen Euro geschätzt. (SZ/fh)
Juli
Mittwoch, 1. Juli 2009 (Sächsische Zeitung)
Schwierige Natursteinarbeiten an der Talsperre
Klingenberg
Der Hochwasserüberlauf der Talsperre Klingenberg wird derzeit mit
Natursteinen verkleidet. „Die Arbeiten sind sehr aufwendig“, informiert
Michael Humbsch, der Projektverantwortliche für die Sanierung der
Talsperre. „Jeder Stein muss an den Haken genommen und einzeln
eingepasst werden. Diese sind manchmal bis zu 40 Kilogramm schwer“,
sagt Humbsch. Die Bauarbeiten daran werden sich noch bis in den Herbst
hinziehen.
Die Baufirma Züblin arbeitet mit mehreren Teams parallel auf den
verschiedenen Stufen der Kaskade. Diese Treppe soll bei einem
Hochwasserfall das Wasser abbremsen. Wenn es von Stufe zu Stufe
hinunterfällt, verliert es seine Bewegungsenergie. Allerdings muss die
Kaskade der Kraft des Wassers standhalten. 2002 wurde sie schwer
beschädigt, als die Talsperre übergelaufen war.
Die Verkleidung mit Natursteinen ist eine Auflage des Denkmalschutzes,
die für die gesamte Sperrmauer an der Talsperre Klingenberg gilt. Denn
sie ist ein technisches Denkmal. (SZ/fh)
August
Samstag, 1. August 2009 (Sächsische Zeitung)
Das wird eine Attraktion
Franz Herz
Von Herz.Franz@dd-v.de
über die Leerung
der Talsperre
Klingenberg
Ganz leise beginnt die Talsperrenverwaltung damit, den Stausee in
Klingenberg zu leeren. Drei, vier Monate wird es dauern, bis der
Wasserstand ganz heruntergefahren ist. Das wird dann eine Attraktion.
Gegen Ende dieses Jahres können Wanderer zwischen Klingenberg und
Beerwalde das Tal der Wilden Weißeritz einmal bis auf den Grund sehen,
so wie es vor über hundert Jahren aussah, ehe das Wasser alles
überspülte.
Dabei darf man sich aber keine falschen Hoffnungen machen. Es wird kein
schönes Naturerlebnis. Weder Wald noch Kräuter zieren den Grund der
Talsperre. Aber schöne Tallandschaften gibt es anderswo im
Osterzgebirge und auch an der Wilden Weißeritz viele. Das Einzigartige
wird sein, auf dem Grund des Stausees zu stehen. Im Normalfall sollte
dieses Erlebnis erst wieder in einigen Generationen möglich sein – wenn
die nächste Sanierung ansteht.
Donnerstag, 27. August 2009 (Sächsische Zeitung)
Die Talsperre Klingenberg ist schon halb leer
Von Franz Herz
Der wichtigste Bauabschnitt bei der gesamten Sanierung der Talsperre Klingenberg beginnt in wenigen Wochen.
Im Oktober soll die
Talsperre komplett leer sein
Die Talsperre Klingenberg leert sich immer mehr. Rund sieben Millionen
Kubikmeter Wasser stehen dort noch, das ist gerade noch die Hälfte von
dem, was der Stausee sonst an Wasser aufnimmt. In normalen Zeiten staut
er 14Millionen Kubikmeter Wasser und bei Hochwasser über 17Millionen.
In sechs Wochen soll die Talsperre komplett geleert sein, informierte
Michael Humbsch, der bei der Landestalsperrenverwaltung für die
Sanierung in Klingenberg verantwortlich ist.
Bauleute bringen Stollen
aus der Bauzeit in ordnung
Die Talsperre muss trocken sein, wenn Mitte Oktober die Sanierung der
Hauptsperrmauer beginnt. Zuerst gehen die Bauleute an den Grund der
Talsperre ran. Dort gibt es einen alten Umleitungsstollen. In dem floss
seinerzeit beim Bau der Talsperre die Weißeritz an der Baustelle
vorbei. Das wird jetzt auch wieder so kommen. Die Bauleute entfernen
die Plombe, die seit hundert Jahren den Stollen abdichtet. „Sie müssen
ausräumen, was dort eventuell eingespült wurde“, erklärt Humbsch.
Während der Bauzeit fließt der Fluss durch. „Später wird dieser Stollen
zum neuen Grundablass für die Talsperre ausgebaut“, sagt Humbsch. Über
den Grundablass steuern die Staumeister, wie viel Wasser aus der
Talsperre abfließt. Nach den Erfahrungen mit der Flut 2002 benötigt
Klingenberg einen größeren Grundablass als bisher. Der alte bleibt. Der
neue kommt dazu. So können sie die doppelte Menge Wasser geregelt
fließen lassen.
Außerdem richten die Bauleute den alten Damm wieder her, der auch schon
vor hundert Jahren die Baustelle geschützt hat und seitdem auf dem
Grund der Talsperre ein unbeachtetes Dasein hatte. Diese Vorbereitungen
sollen sich bis Ende dieses Jahres hinziehen.
Die mauer bekommt nächstes
Jahr eine neue Dichtung
An die Staumauer selbst gehen die Arbeiter Anfang nächsten Jahres ran.
Zuerst stehen dann Abrissarbeiten auf dem Bauprogramm. Der Kern der
Mauer bleibt stehen. Aber die Bauleute entfernen die komplette
Dichtungsschicht auf der Wasserseite, die ungefähr einen Meter stark
ist.
Zurzeit fällt die endgültige Entscheidung, welche Baufirma den Auftrag
bekommt. Die Vergabekommission der Landestalsperrenverwaltung hat eine
Vorentscheidung getroffen. Dagegen sind noch Widersprüche möglich. Dann
steht fest, welcher Bieter die Arbeiten ausführt. Drei Firmen haben
Angebote abgegeben.
Zweites Gespräch mit
Anlieger geplant
Offen ist auch noch, welche Folgen die Baustelle für die Gaststätte
Lindenhof an der Talsperre hat. Die Baustraße zur Staumauer führt
direkt an dem Ausflugslokal vorbei. Die Betreiber Renate Kaden und Ray
Jewski fürchten davon einen Einbruch für ihr Geschäft. Es gab eine
erste Beratung der Betreiber mit Vertretern der Talsperrenverwaltung.
Dabei konnten noch nicht alle Probleme ausgeräumt werden. Deswegen
treffen sich beide Parteien noch einmal zu einem Gesprächstermin, wie
Renate Kaden informierte.

Die aktuelle und die nächsten geplanten Baustellen an der Talsperre
Klingenberg: Der Hochwasserüberlauf und die Kaskade sind weitgehend
fertig gebaut. Sobald die Talsperre geleert ist, wird ein alter
Umleitungsstollen aus der Bauzeit der Talsperre wieder geöffnet und als
Umleitung für die Weißeritz hergerichtet. Später wird er als
Grundablass dienen. Der bestehende Grundablass in der Mitte der Mauer
wird damit ergänzt und die Talsperre kann im Hochwasserfall doppelt
soviel Wasser wie bisher geordnet abfließen lassen. Foto: Egbert
Kamprath
Stand der Arbeiten zum 29.08.2009
September
Freitag, 11. September 2009 (Sächsische Zeitung)
Mauersanierung in Klingenberg kostet 22,5Millionen Euro
Klingenberg. Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen gibt der Baufirma
Züblin den Zuschlag für die Sanierung der Staumauer in Klingenberg. Das
Unternehmen hatte die Arbeiten für 22,5Millionen Euro angeboten.
Die 100Jahre alte Mauer erhält eine neue Abdichtung und größere
Durchlässe für den Fall eines Hochwassers. Die Arbeiten beginnen Mitte
Oktober. Für das Vorhaben wird die Talsperre völlig geleert. Derzeit
ist sie bereits halb leer.
Aus Klingenberg erhalten normalerweise große Teile Dresdens und des
Erzgebirgsvorlandes ihr Trinkwasser. Während der Bauzeit kommt das
Wasser durch einen Stollen aus der Vorsperre in Klingenberg und den
Talsperren Lehnmühle, Lichtenberg und Rauschenbach. (SZ/fh)
Freitag, 18. September 2009 (Sächsische Zeitung)
Alter Klingenberger Stollen wird aktiviert
Von Franz Herz
Die Ausschreibung ist gelaufen. Das Kernstück der Talsperrensanierung
in Klingenberg beginnt. Die Baufirma Züblin erhielt für 22,5Millionen
Euro den Zuschlag. Die 100 Jahre alte Sperrmauer bekommt eine neue
Dichtung. Ihre Ausrüstung wird modernisiert, und ihre Durchlässe werden
erweitert, sodass die Mauer Fluten wie 2002 ohne Schäden überstehen
kann, erklärt Michael Humbsch, der bei der Landestalsperrenverwaltung
für das Projekt verantwortlich ist. Das ganze dauert zwei Jahre. Drei
Dinge passieren bereits dieses Jahr.
Trinkwasser kommt
Bald aus Rauschenbach
Bisher bekommen die Wasserwerke in Klingenberg und Coschütz ihr Wasser
noch aus Klingenberg. Allerdings sinkt hier der Wasserspiegel von Tag
zu Tag. Gestern waren noch 6,3 Millionen Kubikmeter aufgestaut,
normalerweise sind es über 14Millionen.
Ende September wird das Wasserwerk Klingenberg an jene Leitung
angeschlossen, die Wasser aus den Talsperren Rauschenbach und
Lichtenberg über die Vorsperre und den Tunnel an der Hauptsperre vorbei
leitet. „Die Wasserverbraucher werden das aber überhaupt nicht spüren.
Wir haben das seit Jahren vorbereitet und getestet“, sagt Steffen
Lehnert von der Wasserversorgung Weißeritzgruppe.
Für die Dresdner Wasserversorgung laufen noch letzte Tests, ehe dann
das Wasser aus der Vorsperre anstatt aus der Hauptsperre nach Coschütz
geleitet wird.
Ein Damm taucht auf
dem Grund der TalSperre auf
Auch die Fachleute der Talsperrenverwaltung warten gespannt, was auf
dem Grund des Stausees auftaucht, wenn der Wasserspiegel weiter sinkt.
„Dort sind ja noch Brücken und Häuser“, sagt Humbsch. Ihn interessiert
vor allem, in welchem Zustand der kleine Fangedamm ist, der einige
Meter hoch vor der Sperrmauer steht. Er hat seinerzeit beim Bau der
Mauer die Weißeritz an der Baustelle vorbei geleitet. Dafür brauchen
ihn die Bauleute auch jetzt wieder. „Es gibt den Damm noch. Das haben
Taucher festgestellt. Aber wir kennen seinen Zustand nicht“, sagt der
Bauverantwortliche. Noch vor Ende des Jahres wird er es wissen.
Der alte Stollen
bekommt neue Aufgaben
Mitte Oktober beginnt die Baufirma Züblin mit den Arbeiten zur
Mauersanierung. Zuerst nehmen sich die Bauarbeiter den alten
Umleitungsstollen vor, der schon beim einstigen Mauerbau die Weißeritz
um die Baustelle herum geleitet hat. Diese Funktion bekommt er nächstes
Jahr während der Sanierung wieder. Im Moment verlaufen dort noch die
Wasserleitungen zum Wasserwerk Klingenberg. Außerdem ist eine Plombe
drin, die den Stollen abgedichtet hat. All das muss raus. Dann weiß
auch niemand, wie der Gang auf der Wasserseite aussieht. Eventuell muss
dort auch Schlamm weggeräumt werden.
Der Stollen wird aber nicht nur als Notumleitung für den Bau benötigt.
Er wird auf Dauer als neuer Grundablass verwendet. Dafür wird er
saniert und bekommt ein sogenanntes Schütz, das ihn absperrt und bei
einem Hochwasser geöffnet wird. In der Mitte der Staumauer, wo jetzt
der Grundablass ist, wird in Zukunft hauptsächlich das Wasser für den
Betrieb der Wasserwerke abfließen.

Michael Humbsch von der Landestalsperrenverwaltung steht an der
Talsperre Klingenberg vor dem Stollen, durch den vor hundert Jahren die
Weißeritz an der Baustelle der Staumauer vorbeigeleitet wurde. Diese
Funktion bekommt er nächstes Jahr wieder, und danach wird er dauerhaft
als Grundablass der Talsperre genutzt. Damit können die Staumeister bei
Hochwasser größere Wassermengen geregelt wegfließen lassen. Foto:
Egbert Kamprath
04.10.2009
Füllstand (Blick von der Vorsperre):

05.10.2009
Dienstag, 13. Oktober 2009 (Sächsische Zeitung)
Jetzt geht die Sanierung der Talsperre los
Bis zum Jahresende wird die Talsperre Klingenberg komplett geleert.
Für die Arbeiten an der Staumauer sind drei Jahre veranschlagt.
Am Freitag fällt der offizielle Startschuss für die Sanierung der fast
100 Jahre alten Staumauer der Talsperre Klingenberg. Damit beginnt das
letzte Kapitel eines der umfangreichsten Bauvorhaben der
Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen, teilte die Behörde
in Pirna mit. In den nächsten drei Jahren wird die Hauptsperre auf den
technisch neuesten Stand gebracht. Die im Jahr 2005 begonnene
Instandsetzung der Talsperre war aufgrund ihres Alters und schwerer
Schäden aus dem Augusthochwasser 2002 notwendig geworden.
Für die Sanierung der Hauptsperre wurde der Wasserspiegel in der
Trinkwassertalsperre seit Juli abgesenkt (die SZ berichtete). Damit die
Bauarbeiten in vollem Umfang beginnen können, sinkt das Wasser vom
Baustart an schrittweise weiter. Nach dem Abfischen Ende November wird
die Talsperre bis zum Jahresende völlig geleert sein.
Ab 2012 wird wieder eingestaut
Noch in diesem Jahr beginnen notwendige Abbrucharbeiten auf der
Mauerkrone sowie Demontagen technischer Anlagen und Einrichtungen.
Außerdem wird der bislang verschlossene alte Umleitungsstollen geöffnet
und umgebaut. Er leitet während der Baumaßnahme die Wilde Weißeritz,
die sonst die Hauptsperre speist, an ihr vorbei.
Bis zum kommenden Frühjahr wird der Betonmantel der Staumauer entfernt.
Im Anschluss bekommt sie auf der Wasserseite eine neue Abdichtung. Auch
der alte Wasserentnahmeturm wird abgerissen und ersetzt. Verlaufen alle
Arbeiten wie geplant, kann ab Ende 2012 in der Hauptsperre mit dem
Wiedereinstau begonnen werden. Im selben Jahr sollen dann auch alle
Teile der Mauerkrone, die abgebrochen wurden, denkmalgerecht wieder
aufgebaut sein. Zum Abschluss wird die Mauer auf der Luftseite
gereinigt und an notwendigen Stellen neu verfugt. Die Baukosten
belaufen sich nach derzeitigem Stand auf rund 22,5 Millionen Euro.
Sperrungen ab 19. Oktober
Wegen der Abbrucharbeiten bleibt die Mauer aus Sicherheitsgründen ab
19. Oktober für Besucher gesperrt. Außerdem kommt es zu Einschränkungen
und Sperrungen von Rad- und Wanderwegen, für die aber Umleitungen
ausgeschildert sind, hieß es. Die Trinkwasserversorgung, die die
Talsperre Klingenberg normalerweise sicherstellt, ist während der
gesamten Bauzeit gewährleistet. Das Wasser für Dresden wird aus der
Vorsperre entnommen, die Region Freital über ein Rohrleitungssystem aus
anderen Talsperren und Wasserspeichern versorgt. (SZ)
Freitag, 16. Oktober 2009 (Sächsische Zeitung)
Umleitungen für Wanderer an der Talsperre Klingenberg
Von Franz Herz
Dieses Wochenende gibt es für lange Zeit die letzte Chance, über die
Staumauer der Talsperre Klingenberg zu wandern. Ab Montag ist der Weg
gesperrt. Heute beginnt die Firma Züblin offiziell mit ihren Arbeiten
an der Sperrmauer.
„Was die Sperrung des Weges für uns bringt, wissen wir nicht. Es ist
auf jeden Fall ein Manko. Hoffentlich überstehen wir das mit unserer
Gaststätte“, sagt Frank Kunath, der die Waldschänke an der Ostseite der
Talsperre führt. Im November wird er sich mit anderen Gastronomen und
Vertretern der Landestalsperrenverwaltung (LTV) treffen, um eine Lösung
für das Problem zu finden.
Die Landestalsperrenverwaltung informiert auf Schildern über die
gesperrten Wanderwege und die möglichen Alternativrouten. Diese
Umleitungen verlaufen meistens etwas weiter oben am Hang.
An der Vorsperre geht das gar nicht anders, weil sie jetzt höher
aufgestaut ist als bisher. Der Weg, der bei normaler Stauhöhe vom
Forsthaus Beerwalde direkt am westlichen Ufer entlang führt, liegt
derzeit unter Wasser. „Das wird so bleiben, bis die Sanierung der
Hauptsperre abgeschlossen ist“, informiert Michael Humbsch, der
Projektverantwortliche für die Sanierung der Talsperre. Die Vorsperre
braucht mehr Wasser, solange die Hauptsperre weitgehend leer ist, weil
sie als Trinkwasserreservoir für das Wasserwerk in Dresden-Coschütz
vorgesehen ist.
Die Gastwirte könnten sich vorstellen, dass auch die Baustelle eine
Touristenattraktion ist. Auf Seiten der LTV gibt es allerdings
Bedenken. Die Verantwortlichen wollen Schaulustige nicht zu nah ran
lassen. Zum einen wollen die Bauleute möglichst keine Störung. Zum
anderen geht es um die Absicherung.
Die Gemeinden Klingenberg und Höckendorf haben einen Wanderweg, der in
letzter Zeit nicht passierbar war, wieder freischneiden lassen. Es
handelt sich um den Hans-Poelzig-Rundweg, der nach dem Architekten der
Talsperre benannt ist. Ursprünglich war es ein Rundwanderweg. Während
der Bauarbeiten fehlt aber das Stück, das über die Mauerkrone führt.
Für diesen Abschnitt dient der Rest des Weges jetzt als Umleitung. Er
führt vom Westende der Staumauer in Richtung Neuklingenberg und über
die Streichholzbrücke wieder ins Weißeritztal. Der Fluss wird bei der
Baufirma Schulze überquert. Dann steigt der Weg wieder auf der Talseite
hoch.
Noch reicht die Wasserqualität
Die Talsperre selbst wird langsam weiter abgelassen. Die ersten
Arbeiten zur Mauersanierung sind schon möglich, wenn noch etwas Wasser
im Becken ist. Ungefähr ein Drittel des normalen Inhalts steht derzeit
in dem Staubecken. Das sind 5,1Millionen Kubikmeter.
Zurzeit reicht die Wasserqualität noch aus, um sowohl das Wasserwerk
Klingenberg als auch Coschütz mit Rohwasser aus Klingenberg zu
versorgen. Das will die Talsperrenverwaltung solange wie möglich so
beibehalten. Denn für Klingenberg muss das Wasser aus der Talsperre
Rauschenbach herübergepumpt werden. Der Wasserstand sinkt langsam
weiter. Im November ist das Abfischen vorgesehen.
die Sperre und die erste Bucht am 19.10.2009
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oben - die ersten überfluteten Bauwerke kommen zum Vorschein
unten - die erste Bucht
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Samstag, 24. Oktober 2009 (Sächsische Zeitung)
Eine Jahrhundertbaustelle in Klingenberg
Von Franz Herz
Die Baufirma Züblin hat diese Woche mit den Arbeiten an der Staumauer
der Talsperre begonnen, informiert Michael Humbsch von der
Landestalsperrenverwaltung. Drei Punkte sind dabei interessant.
Bagger graben ein Loch in
den Hang für den Grundablass
Richtig gebaut wird schon am neuen Grundablass. Unterhalb der Staumauer
baggert Züblin sich in den Hang. Hier wird ein alter Stollen wieder in
Betrieb genommen. Dieser hat die Weißeritz um die Baustelle herum
geleitet, als die Mauer errichtet wurde. Die Funktion bekommt er jetzt
wieder. Danach versinkt er aber nicht wieder in die
Bedeutungslosigkeit, sondern dann führt durch diesen Stollen der
Grundablass für die Talsperre. Damit kann sie im Hochwasserfall mehr
Wasser geregelt abfließen lassen als bisher. Im Moment führen durch den
Stollen noch Rohre zu den Wasserwerken Klingenberg und Coschütz. Die
werden in den nächsten Wochen ausgebaut.
Noch kommt das
Trinkwasser aus Klingenberg
Wann genau diese Rohre weg kommen, hängt davon ab, welche Qualität das
restliche Wasser in der Talsperre noch hat. Sie ist noch zu einem
knappen Viertel gefüllt mit 4,6Millionen Kubikmeter. Bisher wird das
Trinkwasser noch aus den höheren Wasserschichten genommen. Irgendwann
muss auf eine Entnahmestelle ganz unten umgeschaltet werden. Dann
können die Rohre aus dem alten Stollen weg.
Die Fachleute beobachten dann mit Spannung, wie sich die Wasserqualität
entwickelt, wenn sich die Talsperre zusehends leert. „Theoretisch
müsste das bis zu zwei Millionen Kubikmeter noch funktionieren“, sagt
Humbsch. „Jetzt haben wir den Praxistest, ob diese Berechnungen
stimmen.“ Das zu wissen könnte einmal wichtig werden, wenn in ein, zwei
trockenen Jahren die Talsperre von Natur aus soweit absinken sollte.
Wird die Qualität zu schlecht, wird das Trinkwasser aus der Vorsperre
und der Talsperre Rauschenbach genommen.
Der Bau bekommt eine
eigene Tankstelle
Die Bauleute schaffen ansonsten die Voraussetzungen für ihre Arbeit an
der Mauer selbst. „Die Firma errichtet einen Zaun zur Absperrung, baut
einen Lagerplatz auf, ein Absetzbecken für Sedimente und einen
Tankplatz.“ Weil Klingenberg das Trinkwasserreservoir für halb Dresden
und das Erzgebirgsvorland ist, gelten auch für die Baustelle strenge
Vorschriften. So muss der Tankplatz für die Baumaschinen besonders
geschützt werden. „Er liegt weit oben, wird überdacht und muss auch von
der Landesdirektion genehmigt werden“, berichtet der
Bauverantwortliche. Selbst ein Havariekonzept muss der Baubetrieb dafür
vorlegen.

Oben von der Staumauer ist gut zu sehen, wie sich die Bauleute auf
rechten Seite in den Hang graben. Hier mündet der alte Stollen, der in
Zukunft als Grundablass für die Talsperre dienen wird. Im Hindergrund
links sind die Gebäude des Wasserwerks Klingenberg zu sehen. Foto:
Peter Kuner
Mittwoch, 28. Oktober 2009 (Sächsische Zeitung)
Jetzt gilt Umleitung für Wanderer an der Talsperre
Klingenberg
Gestern hat die Landestalsperrenverwaltung die Umleitungsschilder für
Wanderer an der Sperre Klingenberg aufgestellt, informierte Gunter
Fichte, Wanderwegewart der Gemeinde Höckendorf. Wegen der Sperrung der
Mauerkrone ist der rot markierte Wanderweg entlang der Wilden Weißeritz
für etwa drei Jahre unterbrochen. Die Alternative ist jetzt durch fünf
Hinweistafeln sowie 22 neue Markierungen, ein weißes Viereck mit rotem
horizontalem Balken, ausgewiesen.
Der Wanderer muss sich also zum Besichtigen der Jahrhundertbaustelle
entscheiden, ob er diese vom östlichen oder westlichen Weg aus
überblicken will. Das Wandern um die ganze Talsperre ist auf einer
Strecke von mindestens 13 Kilometern möglich. (SZ/fh)
30.10.2009
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Die Arbeiten an der Mauerkrone haben begonnen
- das Betreten der Mauerkrone ist nicht mehr möglich
- der Abriss des Kronenaufsatzes hat begonnen
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Arbeiten am Stollen für den neuen Grundablass
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die neuen Kaskaden

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Blick über die erste Bucht
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08.11.2009 - der Inhalt der Talsperre beträgt noch ca. 3 Mio m³
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gesperrte Mauerkrone

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oberste Entnahmeleitung

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der Talsperre

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Blick vom

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Steinbruch

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die Holzmühlenbucht oder "Zaßprich"

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Blick von der Holzmühlenbucht

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Reste der

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Holzmühle

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das alte Bachbett

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der 'Wilden Weißeritz'

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Überreste der Brücke

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und befestigter Weg

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auf dem Grund der Talsperre

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immer wieder schön - die Vorsperre

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Dienstag, 10. November 2009 (Sächsische Zeitung)
Alte Brücke taucht aus der Talsperre Klingenberg auf
Von Franz Herz
Das Absenken des Pegels der Talsperre Klingenberg ist ein einzigartiges
Ereignis. Nach dem Beitrag in der Sächsischen Zeitung über den Stand
der Bauarbeiten hatten sich die Mitglieder vom Dippoldiswalder
Wander-Stammtisch die Talsperre als Ziel einer Tour ausgesucht, wie der
Dippoldiswalder Heinz Wirrig informiert. „Dieser Anblick der sich
leerenden Trinkwasser-Talsperre ist sehr selten. Ihn gibt es erst
wieder nach Abschluss der Rekonstruktion beim Wiederaufstau der
Talsperre. Jetzt werden wir erst einmal die mit Spannung erwartete
völlige Entleerung erleben“, schreibt er zu nebenstehendem Foto.
Auch Liane Beutel aus Höckendorf machte an der Talsperre einen
Herbstspaziergang und machte dabei verschiedene Fotos. Die Überreste
einer alten Brücke sind dort zu erkennen. Hier hat einst ein Weg die
Wilde Weißeritz überquert. Ein Spaziergang in dieser schönen Landschaft
lohnt sich immer, schreibt Liane Beutel.
Seit Juli sinkt der Wasserspiegel langsam. Seit Ende Oktober haben die
Staumeister die Schieber weiter geöffnet. Jetzt sinkt der Wasserspiegel
schnell. Gestern waren noch 2,2Millionen Kubikmeter angestaut. Ende des
Monats ist das Abfischen geplant, und im Dezember wird das Staubecken
trocken liegen.
An das Wasser darf jetzt niemand mehr ran. Der Schlamm ist gefährlich. Deswegen gilt auch ein Angelverbot.
Auf dem Grund des Beckens erwarten die Bauleute einen kleinen Damm, der
seinerzeit die Baustelle vor dem Wasser der Wilden Weißeritz geschützt
hat. Sie haben ihm genau diese Funktion auch jetzt wieder zugedacht.
Dafür müssen sie aber erst einmal sehen, in welchem Zustand er aus den
Fluten auftaucht. Ab Januar werden die Arbeiter ihre Baustelle auf dem
Grund der Talsperre einrichten. Sie schütten Rampen für die Lkws auf
und richten eine Baugrube ein. Wenn diese Vorbereitungen abgeschlossen
sind, beginnt voraussichtlich im März der Abbruch der äußeren Schale an
der Sperrmauer. Diese dichtet das Bruchsteinmauerwerk ab und muss jetzt
erneuert werden. Sie ist inzwischen doch 100 Jahre alt.

Hier zeigen sich die Reste einer alten Brücke, die sonst immer auf dem
Grund der Talsperre verborgen sind. Die Talsperre wird noch einige
ihrer Geheimnisse preisgeben, wenn sie im Laufe der nächsten Wochen
komplett leer läuft.
Leserfoto: Liane Beutel
| Pegelstand am 15.11.2009 - der Inhalt der Talsperre beträgt noch ca. 1,16 Mio m³ |
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zwei Entnahmehorizonte für das Wasserwerk
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Blick vom Steinbruch
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die ehemalige Holzmühle taucht wieder auf (16.11.09)
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auf dem Pfad der Muscheln zur Holzmühle
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Blick zur Staumauer
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Überreste der Mühle mit Mühlgraben
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hier verlief der Mühlgraben unter dem Gebäude
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hier kam der Mühlgraben wieder an das Tageslicht
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- sie war die älteste Mühle auf der Gemarkung Pretzschendorfs und diente
als Holzschneide-, Getreide-, Knochen- und Ölmühle
- sie diente beim Bau der Talsperre als Unterkunft für viele der 5000 Arbeiter der Baustelle
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sogar ein Mühlstein ist noch vorhanden
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21.11.2009 - noch ca. 800.000 m³ Wasser in der Talsperre
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Arbeiten am Umgehungsstollen
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Montag, 23. November 2009 (Sächsische Zeitung)
Neugier auf die große Leere
Von Jörg Stock
Warum ist eine Staumauer gebogen? Laura hockt auf dem Geländer und
überlegt, was sie ihrem Opa antworten soll. Aber Manfred Ullrich gibt
selbst die Antwort. Weil die Mauer so den Millionen Kubikmetern Wasser
besser widerstehen kann. „Stell dir vor, was das für eine Kraft ist“,
sagt er zu seiner Enkelin. Dann wandert der Tharandter mit seiner
Familie weiter: „Mal sehen, ob wir noch die alte Brücke entdecken“,
sagt er.
Die Talsperre Klingenberg war am Wochenende wieder Ausflugsziel für
Neugierige. Je weiter der Wasserspiegel sinkt, umso größer wird die
Spannung. Seit der Inbetriebnahme vor hundert Jahren wurde das Gewässer
nicht mehr vollständig geleert. Jetzt, da die
Landestalsperrenverwaltung die Sanierung der Hauptsperrmauer startet,
muss alles Wasser raus. Was wird aus den Fluten auftauchen?
Vermutlich nicht viel, meint Karl Schubert. „Vielleicht ein paar Reste
der alten Holzmühle.“ Der ehemalige Lehrer aus Klingenberg ist jetzt
öfters an der Talsperre unterwegs. „Weil sich immer was verändert“,
sagt er. Früher war er hin und wieder mit seinen Schülern hier, auf
Exkursion. Mit dem Staumeister inspizierte man damals die Anlage. Jetzt
ist die Staumauer Sperrgebiet. Hölzerne Wände blockieren das Bauwerk
auf beiden Seiten. Durch Sehschlitze kann man zum Stauturm schauen, dem
schon ein gutes Stück fehlt. „Die Mütze ist ab“, kommentiert Schubert.
Ihm wäre eine transparentere Absperrung lieber gewesen. So sieht es
eher nach Gefängnis aus, findet er.
Die Mauerkrone ist schon seit Mitte Oktober für Wanderer tabu. Aus
Sicherheitsgründen, heißt es bei der Landestalsperrenverwaltung. Nicht
jeder will das akzeptieren, berichtet Sandra Kundel, Sprecherin der
Behörde. Es seien schon einige Neugierige in der Baustelle gesichtet
worden. „Wir warnen dringend davor – da kann einiges passieren“, sagt
sie.
Momentan nimmt sich das Baugeschehen eher harmlos aus. Deshalb würden
es viele gern sehen, wenn die Mauer wenigstens am Wochenende begehbar
wäre. Frank Kunath etwa, Wirt der Waldschänke an der Ostseite des
Sperrwerks. Sein Lokal lebt von den Ausflüglern. „Am Wochenende kommen
die meisten Leute hier raus“, sagt er. Warum also nicht die Baustelle
freitags sichern und dann freigeben. „Auf anderen Baustellen ist das
doch ganz normal.“
Gibt es Touren zur Baustelle?
Obwohl der Wanderweg über die Mauer nun unterbrochen ist, kommen die
Gäste noch in die Schänke. Es ist ein Traditionshaus, von Kunaths
Großvater Georg Pätzig 1927 als Imbiss begründet. Jetzt ist die
Talsperre gerade interessant, weil sie abgelassen wird, sagt Frank
Kunath. Aber was, wenn erst die Kräne stehen, wenn das „Gepicker“
losgeht und der Staub weht? Werden dann noch genug Leute einkehren?
„Wir wissen es nicht“, sagt Kunath. Er und seine Mannschaft können nur
hoffen.
Die Touristiker der Gegend sind jedenfalls entschlossen, das Beste aus
der Baustelle zu machen. Immerhin ist es eine Jahrhundertbaustelle,
sagt Gunter Fichte, Wanderwegewart von Höckendorf. „Es wäre unklug, das
nicht zu nutzen.“
Fichte, der auch als Gästeführer arbeitet, will mit der
Talsperrenverwaltung verhandeln, ob Führungen durch die Baustelle
möglich wären. Er selbst hat einen neuen Stempel zum Thema
Staumauersanierung entworfen. Den sollen sich Wanderer in den
Gasthäusern beiderseits des Sperrwerks in ihre Bücher drücken lassen.
„Aber das sind noch ungelegte Eier“, bremst der Wanderfreund. Dass der
Besucherstrom hier versiegen wird, glaubt Gunter Fichte nicht. Die
Natur bleibe attraktiv, sagt er. Und außerdem gebe es genug echte
Talsperren-Fans. Er selbst rechnet sich auch dazu.
23.11.09 - noch ca. 700.000 m³ Wasser in der Talssperre

26.11.09 - noch ca. 400.000 m³ Wasser in der Talsperre - es reicht nur noch bis zur Birkenbucht

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das Areal der Holzmühle liegt wieder trocken
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28.11.09 - noch ca. 300.000 m³ Wasser in der Talsperre
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Bau der Baustellenzufahrt
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Grundablass - alte Baustelleneinrichtung wird sichtbar
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Holzmühle - Zusammenfluss Mühlgraben und Weißeritz, Brücke über Mühlgraben, alter Weg Richtung Talsperre

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alter Übergang über Weißeritz
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Brücke über Mühlgraben
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im Vordergrund - alter Weg Richtung Talsperre
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30.11.2009 - der alte Damm zum Schutz der Baustelle wird sichtbar - noch ca. 166.000 m³ Wasser in der Talsperre

03.12.2009 - die Talsperre ist leer
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der Damm ist defekkt
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Baustelle Umgehungsstollen
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Freitag, 4. Dezember 2009 (Sächsische Zeitung)
Die Klingenberger Fische ziehen um
Von Franz Herz
Rund 700 Kilogramm Fische haben 50 Helfer von den Anglervereinen in
Höckendorf, Dorfhain und Wilsdruff gestern unterhalb der Talsperre
Klingenberg aus der Wilden Weißeritz gefischt. Das ist ein dünner
Ertrag. „Der Fischbestand in Klingenberg ist sehr gering für 110 Hektar
Wasserfläche“, sagt Peter Kluß vom Anglerverband Elbflorenz, der das
Fischrecht für die Talsperre hat. Das klare Wasser bietet wenig
Nährstoffe für die Fische.
Staumeister Andreas Wendt lässt das Wasser aus der Talsperre strömen.
Es staut sich an dem kleinen Damm, der vor hundert Jahren die Baustelle
schützte. Der Staumeister sägt die Staubalken durch. Mit jedem Balken,
der bricht, strömt eine Wasserwelle durch den Grundablass und mit ihm
Fische, die bis zuletzt ihre angestammten Plätze nicht verlassen wollen.
Die Talsperrenverwaltung hat für das Abfischen in der Weißeritz
unterhalb der Staumauer eine Staustufe aus Betonsteinen gebaut. Hier
waten die Angler bis zum Bauch im Wasser. Sie haben ein großes Netz
ausgelegt. Sooft es gefüllt ist, ziehen sie die Fische ans Ufer.
Kräftige Silberkarpfen
Einfacher wäre es, direkt im Staubecken abzufischen. Doch das ist in
Klingenberg zu gefährlich. Erstens liegt eine dicke Schlammschicht auf
dem Grund, berichtet Eckehard Bielitz, Betriebsleiter bei der
Landestalsperrenverwaltung. Hier ist bereits ein Angler beinahe
versunken. Zweitens haben die Bauleute alte Munition gefunden. Die
haben Fachleute vom Kampfmittelbeseitigungsdienst diese Woche
gesprengt. „Im Staubecken herrscht Lebensgefahr“, warnt Bielitz auch
Wanderer und Spaziergänger.
Deswegen arbeiten die Angler in der Weißeritz unterhalb der Staumauer.
Hier kommen jetzt kräftige Marmor- und Silberkarpfen an. „Die haben wir
1988 ausgesetzt“, berichtet Horst Hehnen aus Freital. Diese Tiere
kommen aus Asien, fressen Plankton und Algen. Darum waren sie
seinerzeit gern gesehen. In der Zwischenzeit sind sie zu stattlichen
Exemplaren herangewachsen, die etliche Kilogramm auf die Waage bringen.
Sie sollen aber wieder aus unseren Gewässern verschwinden, weil sie
keine einheimischen Fische sind. Darum schlägt ihnen das letzte
Stündlein.
Die Plötze, Barsche, Forellen, Zander, Hechte und anderen Fische sind
deutlich kleiner. Sie brauchen andere Nahrung, und die ist knapp. Doch
sie dürfen woanders weiterleben. „Wir setzen sie um nach Malter,
Lehnmühle, Nieder- und Oberwartha“, informiert Carola Stilec,
Geschäftsleiterin beim Anglerverband Elbflorenz. Die Angler sortieren
sie in große Bottiche und heben diese mit einem Kran auf einen
Transporter. Drei Laster fahren den ganzen Tag und bringen die Fische
in ihre neuen Heimatgewässer.
Vorher gehen die Tiere über den Tisch von Maik-Gert Werner. Dem
Fisch-Biologen bietet sich eine seltene Chance. Er untersucht sonst mit
dem Echolot die Fischbestände. Das hat er auch vor zwei Jahren in
Klingenberg gemacht. Jetzt kann er die damaligen Messungen und
Berechnungen kontrollieren. In Klingenberg ist das zum ersten Mal seit
hundert Jahren möglich. Fisch um Fisch legt er auf seinen Messtisch,
besondere Arten wiegt er noch.
Der Staumeister schickt um 15Uhr die letzte Wasserwelle mit Fischen in
die Weißeritz. Ein kleiner Rest bleibt noch. Doch die Abenddämmerung
beendet das Abfischen.
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Der Fisch-Biologe Maik-Gert Werner misst und wiegt die Fische. Die allermeisten sind kleine ExemplareFotos: Egbert Kamprath
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Rainer Börner aus Grillenburg (l.) und Uwe Kaden aus Colmnitz schütten
den Bottich mit den gefangenen Fischen zum Sortieren aus. Die Angler
haben gestern die letzten Fische aus der Talsperre Klingenberg
gefangen. Ein Großteil von ihnen wurde umgesetzt und schwimmt jetzt in
der Malter, Lehnmühle oder den Staubecken in Ober- und Niederwartha.
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Ehrenamtliche Helfer holen die Fische aus der Wilden Weißeritz unterhalb der Staumauer der in Klingenberg.
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Der kleine Schutzdamm aus der Bauzeit der Sperrmauer hält das letzte Wasser in der Talsperre auf.
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Freitag, 11. Dezember 2009 (Sächsische Zeitung)
Weißeritz mit frischem Wasser durchgespült
Franz Herz
Die Talsperrenverwaltung hat am Freitag eine kräftige Welle aus der Vorsperre in den Fluss geleitet.
Die Staumeister haben gestern Mittag die Schieber an der Vorsperre
geöffnet und einen kräftigen Schwall Wasser in die Wilde Weißeritz
geschickt. Schlagartig hat sich der Wasserstand verdoppelt. Dabei ist
der restliche Schlamm, der vom Abfischen noch im Fluss lag, weggespült
worden. Über zwei Stunden lang strömten je Sekunde acht Kubikmeter
Wasser durch, informierte Michael Humbsch von der Talsperrenverwaltung.
Am späten Nachmittag überprüften Fachleute die Wasserqualität. Solange
blieb auch das Technische Hilfswerk im Einsatz, das Wasser aus einem
Waldbach zur Forellenzucht Voss in Tharandt pumpte. Wenn die Weißeritz
in Ordnung ist, bekommen die Zuchtfische wieder Wasser aus dem Fluss.
In der Weißeritz selbst sind unterhalb der Talsperre kaum noch Fische
zu finden. Die AVD Angelservice GmbH hat die Forellen, die
normalerweise hier leben, bereits im September rausgefischt. „Wir haben
zwischen Klingenberg und Edle Krone rund 1 000 Tiere herausgeholt“,
berichtet Geschäftsführer Christian Sieber. Die Fische schwimmen jetzt
in anderen Flüssen wie der Müglitz. Im Frühjahr prüfen die Angler, ob
sie neue einsetzen. Sie haben diese Woche die letzten Exemplare, die
aus der Talsperre stammen, abgefischt. Fischer aus Höckendorf, Dorfhain
und Klingenberg suchen am Wochenende noch einmal den Fluss nach toten
Tieren ab.
Donnerstag, 17. Dezember 2009 (Sächsische Zeitung)
Bagger räumt Schlamm aus der Weißeritz
Von Franz Herz
Das Wasser im Fluss ist noch trüb. Sachverständige untersuchen es weiter.
Die Landestalsperrenverwaltung (LTV) arbeitet weiter daran, die
Wasserqualität in der Wilden Weißeritz unterhalb der Talsperre
Klingenberg in Ordnung zu bringen. Seit die Sperre komplett geleert
ist, gibt es damit Probleme. Laboruntersuchungen des Wassers ergaben,
dass es chemisch in Ordnung ist, aber noch eine Trübung enthält, teilt
die LTV mit. „Wir werden jetzt Sachverständige einschalten, die
untersuchen, welche Beeinträchtigung diese Trübung bringt“, sagt
LTV-Sprecherin Sandra Kundel. Vor allem ist die Frage wichtig, ob es
für Fische gefährlich sein kann.
Die LTV unternimmt einen weiteren Versuch, die Wasserqualität im Fluss
zu verbessern. Sie schickte gestern einen Bagger in das Flussbett der
Wilden Weißeritz, der im Staubecken der Talsperre Klingenberg den
Schlamm aus dem Fluss räumen soll.
Hundert Jahre lang war hier das Wasser aufgestaut und am Boden hat sich
eine Schicht Schlamm abgesetzt. Im stehenden Gewässer war das kein
Problem. Da jetzt wieder der Fluss entlang strömt, löst er die
Ablagerungen und wird dadurch verunreinigt. „Wir konnten hier aber auch
nicht eher ran, um das Flussbett zu beräumen, bevor nicht das Wasser
abgelassen war“, sagte Michael Humbsch, der bei der LTV für die
Talsperrensanierung verantwortlich ist. Wenn der Schlamm aus dem
Flussbett geräumt ist, wird die Wasserqualität erneut untersucht.
Freitag, 18. Dezember 2009 (Sächsische Zeitung)
LTV staut kleine Teiche für Lurche in Klingenberg an
Klingenberg
Derzeit errichtet eine Baufirma mehrere kleine Dämme an den Zuflüssen
zur Talsperre Klingenberg. Dort sollen sich bis zum Frühjahr Teiche
anstauen. „Dies geschieht aus Naturschutzgründen“, informierte Michael
Humbsch von der Landestalsperrenverwaltung (LTV).
Die Teiche sollen den Lurchen als Ersatz dienen, die in der Talsperre
laichen. Wenn sie im Frühjahr an ihren gewohnten Laichplatz kommen,
haben sie so die Chance, doch noch ein Gewässer zu finden. Das große
Staubecken der Talsperre wird die nächsten zwei Jahre leer bleiben,
weil in dieser Zeit die Staumauer saniert wird. Nach Abschluss der
Bauarbeiten werden die Dämme wieder entfernt. (SZ/fh)
aktuelle Baustellenbilder von Martin Bienek
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der Umgehungsstollen
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wasserseitige Einlaufbauwerk

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luftseitiges Auslaufbauwerk

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neue Zufahrt zur Staumauer

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Mittwoch, 23. Dezember 2009 (Sächsische Zeitung)
Schlamm aus der Wilden Weißeritz gebaggert
Klingenberg
Der Bagger, der zwei Tage lang Schlamm aus dem Flussbett der Wilden
Weißeritz im Stauraum der Talsperre Klingenberg geräumt hat, ist jetzt
fertig mit der Arbeit, informierte Sandra Kundel von der
Landestalsperrenverwaltung (LTV). In dieser Zeit floss sauberes Wasser
aus der Vorsperre direkt durch den Hochwasserstollen um die Talsperre
herum.
Die LTV wird von jetzt an weiter steuern, welches Wasser in die Wilde
Weißeritz unterhalb der Staumauer fließt. Wenn das Wasser im Fluss zu
trüb ist, wird sauberes Wasser aus der Vorsperre dazugegeben. „Damit
werden wir im Normalfall starke Trübungen in der Weißeritz vermeiden“,
informierte Sandra Kundel. (SZ/fh)
Weihnachten an der Talsperre (26.12.2009)
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Blick zur Sperrmauer mit Schutzdamm und Entnahmebauwerke
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Baggerparade
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am Weg zur alten Mühle
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erstmals auf dem Areal der Holzmühle
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die alte Brücke wird wieder genutzt - Baustelleneinfahrt für das Ausbaggern der Weißeritz
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Stützmauer an der Bucht
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auf dem Weg zum Mühlstein
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der verbaute Talblick
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auch über diese Brücke führt die Baustelleneinfahrt
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Zusammenfluß Mühlgraben u. Weißeritz
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