2009

Talsperre 

Januar März April Mai
Juni Juli August September
Oktober November Dezember

Luftbildaufnahmen Dez.

Januar

Dienstag, 13. Januar 2009
(Sächsische Zeitung)

Talsperre Klingenberg wird im Herbst geleert
Von Franz Herz

Hochdruck herrscht dieses Jahr auf der Baustelle an der Talsperre Klingenberg. Selbst bei den jetzigen winterlichen Temperaturen sind die Bauarbeiter am Überlauf und an der Kaskade aktiv. Die Baufirma Züblin hat eigens ein Zelt dafür aufgebaut. „Bewehrungsarbeiten laufen zurzeit unter dem Dach, Abbrucharbeiten im Freien. Nur Betonieren kann man jetzt nicht. Dazu muss es erst wärmer sein“, sagt Staumeister Andreas Wendt.

Dieser Teil der Sanierungsarbeiten ist von vornherein als Winterbaustelle geplant worden. Der Zeitdruck hat sich allerdings verschärft. Es gab Verzögerungen im Zeitplan, weil der Überlauf manchmal anders gebaut war, als es in den alten Plänen stand, informierte Michael Humbsch, der bei der Landestalsperrenverwaltung für die Sanierung in Klingenberg verantwortlich ist.

Staumauer ist an der Reihe

Dieses Jahr beginnt auch das wichtigste Vorhaben des gesamten Projekts: die Sanierung der Sperrmauer. Dazu wird im Herbst die Talsperre vollständig geleert. Ab November soll kein Wasser mehr in der Hauptsperre sein.

Momentan läuft das europaweite Ausschreibungsverfahren für den Auftrag, der eine zweistellige Millionensumme wert sein wird. „Dafür sind Spezialkenntnisse erforderlich. Deswegen machen wir die Ausschreibung als nicht öffentliches Verfahren“, sagt Humbsch. In der ersten Runde, die jetzt läuft, können sich Betriebe bewerben, damit sie ein Angebot abgeben dürfen. Sie müssen nachweisen, dass sie bestimmte Arbeiten schon gemacht haben und dass sie entsprechendes Fachpersonal haben.

Dabei geht es um Spezialwasserbau und die dafür erforderliche Technik, aber auch um andere Aufgaben. „An der Staumauer sind auch viele Natursteinarbeiten mit hohen Anforderungen vom Denkmalschutz zu machen. Auch dafür benötigen sie Fachleute“, sagt Humbsch.

Unter den Firmen, die sich bewerben, wählt die Talsperrenverwaltung maximal acht aus. Die bekommen die Ausschreibungsunterlagen und sollen ein Angebot abgeben. Mitte April wird die Entscheidung fallen, wer den Auftrag bekommt. Im Juli ist die Bauanlaufberatung vorgesehen. Anschließend beginnen die Vorbereitungen wie das Einrichten der Baustelle.

Schöne Fische

Im Herbst wird dann die Talsperre geleert. Das Wasser soll langsam an die Wasserwerke Klingenberg und Coschütz abgegeben werden. Im November ist dann nichts mehr drin. Dann springt die Wasserversorgung aus der Vorsperre und aus der Talsperre Lichtenberg an.

„Beim Entleeren des Sperre ist auch der sächsische Anglerverband mit eingebunden. Wenn der Wasserstand weit genug unten ist, wird abgefischt“, sagt Humbsch. Ein Gutachten ergab, dass nicht viele Fische in dem klaren Wasser schwimmen, aber schöne Tiere. „Wir haben da Barsche, die sind bis zu 15 Jahre alt“, sagt Humbsch.

Darum können sich die Bauleute nicht kümmern. Wenn das Wasser tief genug gesunken ist, beginnen sie, auf der Wasserseite zu arbeiten. Die weiteren Schritte laufen dann ähnlich wie beim Bau der Sperre im Jahre 1907.

Die Weißeritz wird umgeleitet und in einem kleinen Stollen um die Staumauer herum geführt. Ein Fangedamm schützt die Baustelle vor dem Wasser und leitet es in den Stollen. Diese kleine Umleitung ist erforderlich, während der Grundablass erneuert wird. Diese Arbeiten sollen alle in diesem Jahr erledigt werden. Bis die gesamte Staumauer erneuert ist, wird es aber 2011 werden. Dann können die Staumeister auch die Talsperre wieder füllen.

SZ  vom 13.01.2009

Unter Zeltplanen flechten die Bauleute an der Talsperre Klingenberg die Bewehrung und errichten die Schalung für die Betonarbeiten am Überlauf der Staumauer. Ehe allerdings die Betonfahrzeuge rollen, müssen die Temperaturen wärmer werden.

Fotos: Egbert Kamprath

 

Mittwoch, 14. Januar 2009
(Sächsische Zeitung)

Elektrotechnik für Stauwarte in Klingenberg

Klingenberg

An der Stauwarte, von der aus die Staumeister die Talsperre Klingenberg überwachen, wird dieses Jahr neue Elektrotechnik eingebaut. „Mit moderner Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik wird das ganze Talsperrensystem überwacht und geregelt“, informierte Michael Humbsch, der für die Gesamtsanierung der Talsperre verantwortlich ist.

Das System ist mit doppelter Sicherheit ausgestattet, denn es muss genau dann funktionieren, wenn Hochwasser herrscht. Es gibt für diese Fälle beispielsweise an der Vorsperre einen Notstromgenerator, der von einer Gasturbine angetrieben wird. Ein Dieselaggregat ist an der Trinkwassertalsperre nicht zulässig.

Die Verkabelung, welche alle Anlagen rings um die Talsperre mit der Stauwarte verbindet, wird aber erst im kommenden Jahr installiert werden. Vorher müssen andere Bauarbeiten abgeschlossen werden, damit nicht die neu verlegten Kabel schon wieder beschädigt werden. (SZ/fh)

 

Donnerstag, 29. Januar 2009
(Sächsische Zeitung)

Vom Probebetrieb hängt viel ab
Von Franz Herz

Die Testserie an der Talsperre Klingenberg geht weiter. Diese Woche beginnt der Probebetrieb für die Ersatzwasserleitung, von der das Wasserwerk Klingenberg abhängt, wenn die Talsperre geleert ist. Darüber informierte Michael Humbsch, der bei der Landestalsperrenverwaltung Sachsen für die Sanierung der Talsperre verantwortlich ist. Vom Wasserwerk Klingenberg erhält der Raum Dippoldiswalde/Freital sein Trinkwasser.

Ersatzleitung kommt früher

Die Ersatzleitung verbindet die Talsperre Rauschenbach bei Neuhausen mit der Sperre Lichtenberg und schließlich mit Klingenberg. Dort kommt das Rohr an der Vorsperre an, führt weiter durch den neuen Tunnel an der Hauptsperre vorbei und mündet beim Wasserwerk Klingenberg.

„Das ist ein komplexes System“, sagt Humbsch. Dazu gehören der Hochbehälter Beerhübel bei Burkersdorf, mehrere Messstationen und ein Stromgenerator an der Vorsperre. Schon in der Leitung wird die Wassergüte laufend überwacht und automatisch weitergemeldet. Mit dem Generator wird Strom erzeugt. Damit gewinnt die Talsperrenverwaltung einen Teil der Energie zurück, die sie aufwenden muss, um das Wasser über den Berg zu pumpen. „Das ganze System wird jetzt mehrere Wochen lang auf Herz und Nieren geprüft. Denn für die Ersatzwasserversorgung gibt es keine Alternative. Die muss funktionieren“, sagte Humbsch.

Es kann sogar sein, dass schneller als ursprünglich geplant auf die Ersatzversorgung umgeschaltet wird. Vorgesehen war dies im Herbst, wenn die Talsperre leer wird.

Gefährlicher Abriss

Aber beim Bauablauf ergeben sich Probleme. Denn unterhalb der Staumauer in Klingenberg liegen mehrere Leitungen eng nebeneinander. „Wir hatten vorgesehen, Rohrleitungen auszuwechseln und sie in der Trasse der alten Rohre neu zu verlegen“, berichtet Humbsch. Allerdings haben die Erbauer vor hundert Jahren die Gussrohre in meterdickem Beton verlegt. Der muss ebenfalls abgerissen werden. Das ist gefährlich, wenn direkt daneben eine andere Leitung in Betrieb ist. Deswegen kann es passieren, dass hier der Bauablauf geändert wird.

Auch die Wasserversorgung Weißeritzgruppe, die das Klingenberger Wasserwerk betreibt, drängt darauf, hier kein Risiko einzugehen. „Wir wollen, dass es einen Schnitt gibt, wir das Wasser aus der Talsperre Rauschenbach bekommen und wieder stabile Verhältnisse haben für die Wasserversorgung“, sagt deren Geschäftsführer Frank Kukuczka. Denn das Wasserwerk muss sich auf die unterschiedlichen Wasserqualitäten einstellen. Das kann mehrere Wochen dauern. „Da darf es dann keinen Wechsel hin und her geben“, sagt Kukuczka. Deswegen hängt viel von dem Probebetrieb ab, der jetzt beginnt.

Aus der Talsperre Klingenberg erhält auch noch das Wasserwerk Dresden-Coschütz der Drewag Rohwasser. Dort ist die Versorgung nicht so kompliziert. Das Wasser für die Drewag kommt aus der Vorsperre, fließt einfach durch den Tunnel und in der Rohrleitung weiter nach Coschütz wie jetzt auch schon. Deswegen wird das Dresdner Wasser wohl bis zum Herbst dieses Jahres aus der Hauptsperre Klingenberg genommen. Dann wird die Talsperre geleert und die Sanierung der Staumauer beginnt. Für diesen Bauauftrag in zweistelliger Millionenhöhe läuft inzwischen das Ausschreibungsverfahren.

SZ vom 29.01.2009

Die Baufirma Züblin hat an der Talsperre Klingenberg ihre Winterbauvorkehrungen verstärkt, zusätzliche Zelte aufgestellt und beheizt diese. Seit zwei Wochen wird auch wieder betoniert. Unterm Zelt geht das auch bei Minustemperaturen. Hier ist die Baustelle am Tosbecken unterhalb der Staumauer zu sehen. Dort werden im Hochwasserfall mehrere Wasserströme zusammenfließen. Foto: Egbert Kamprath

 

Donnerstag, 29. Januar 2009
(Sächsische Zeitung)


Sanierung der Talsperre Klingenberg

Dieses Jahr soll im Sommer die Sanierung der Staumauer beginnen. Das ist der wichtigste Teil der Gesamtsanierung. Hier geht es um einen Bauauftrag in zweistelliger Millionenhöhe.

Derzeit erneuert die Firma Züblin den Hochwasserüberlauf an der Staumauer, die Kaskaden und das Tosbecken. Das ist eine Winterbaustelle.

Im vergangenen Jahr wurde die Vorsperre fertiggestellt, der Hochwasserentlastungsstollen sowie  die Ersatzwasserversorgung.

Diese Anlagen sind seit Anfang Dezember in einem groß angelegten Testbetrieb.

Die Kosten für die gesamte Sanierung der Talsperre werden auf 64 Millionen Euro geschätzt.

Quelle: Landestalsperrenverwaltung

 

März

Freitag, 20. März 2009
(Sächsische Zeitung)

Infos zur Sanierung in Klingenberg am Tag des Wassers


Klingenberg/Dresden

Zum Tag des Wassers sind am Sonntag, dem 22. März, Baustellenführungen an der Talsperre Klingenberg geplant, informierte die Drewag. Der Dresdner Wasserversorger öffnet an diesem Tag seine Türen im Wasserwerk-Coschütz und zeigt den Besuchern auch die Talsperre, wo das Trinkwasser ursprünglich herkommt.

Im 25-Minuten-Takt fahren Busse zwischen Coschütz und der Talsperre. In Klingenberg erklären Mitarbeiter der Landestalsperrenverwaltung die Sanierung der Talsperre, zeigen Filme und Fotos vom Bauablauf. (SZ/fh)

Tag des Wasser am Sonntag, dem 22. März, von 9 bis 17 Uhr am Wasserwerk Coschütz und an der Talsperre Klingenberg.

 

Samstag, 21. März 2009
(Sächsische Zeitung)


Sachsen in sechs Jahren flutsicher

Von Claudia Parton

Von den 250 dringendsten Hochwasserprojekten ist jedes fünfte fertig. Doch vieles müsste eigentlich schneller vorangehen.

Der Freistaat Sachsen hat seit der Hochwasserkatastrophe 2002 rund 300 Millionen Euro für Schutzbauten ausgegeben. Jede fünfte als dringlich eingestufte Maßnahme ist abgeschlossen. Bei der Flut war ein Schaden von mehr als sechs Milliarden Euro entstanden. 21 Menschen starben.

Viel wurde geschafft, viel ist noch zu tun:

Deiche und Flutbecken sind zuerst dran

Das Umweltministerium hat rund 1600 Schutzmaßnahmen auf der Liste. 250 haben oberste Priorität. Dazu gehört, alle Deiche zu sanieren. Fast jeder war 2002 durchweicht. Eilig hat es der Freistaat auch bei Rückhaltebecken im Osterzgebirge und beim Schutz von Dresden, Döbeln, Grimma und Eilenburg. Dort werden vor allem Schutzmauern und Fluttore gebaut.

„Ein Hochwasser wie 2002 würde heute längst keinen so hohen Schaden mehr anrichten“, sagt Martin Socher vom Umweltministerium. Bis spätestens 2015 sollen alle Maßnahmen oberster Priorität abgearbeitet sein. Kosten: rund eine Milliarde Euro.

Die Vorwarnzeit hat sich mehr als verdoppelt

Fast abgeschlossen ist der Ausbau des Frühwarnsystems an den Flüssen und Bächen. 2002 fiel zusammen mit Strom und Telefon fast jeder dritte der 180 Pegelmesser aus. Das kann nach Angaben der Landeshochwasserzentrale nun nicht mehr passieren. Alle Anlagen haben doppelte Technik bekommen und übermitteln ihre Daten im Ernstfall über die Mobilfunknetze. Neu sind 72 Niederschlagsmesser.

Die Hochwasserzentrale hat zudem ihre Flutmodelle überarbeitet. Alles in allem kann sie an der Elbe nun über etwa 60 Stunden abschätzen, wie sich der Pegel entwickeln wird – 2002 waren es 24 Stunden. An den Nebenflüssen erhöhte sich die Vorwarnzeit von sechs auf zwölf bis 24 Stunden.

An den Gebirgsbächen, die sehr schnell auf viel Niederschlag reagieren, bleiben aber hohe Unsicherheiten. „Wir versuchen, auch hier eine Vorwarnzeit von zwölf Stunden zu erreichen. Aber die regionalen Wettervorhersagen sind zu ungenau“, sagt Uwe Höhne, Leiter der Hochwasserzentrale.

Vielen Betroffenen geht es nicht schnell genug voran

Viele betroffene Kommunen beklagen, dass der Freistaat zu langsam sei. So wartete Pirna mehr als sechs Jahre auf eine Studie zu der Frage, ob der Bahndamm neben der Elbe auch als Deich für die Altstadt taugt. Erst jetzt steht fest: Er eignet sich nicht. Oberbürgermeister Markus Ulbig (CDU) hofft, dass er nun wenigstens Schutz für einen Trafo bekommt, der fast die ganze Altstadt mit Strom versorgt. Eine Zusage gibt es, einen Bautermin nicht.

Der derzeitige Stand sei für Pirna nicht akzeptabel, sagte Ulbig. „Realisierbare Varianten in überschaubarer Zeit sind uns lieber als hochgesteckte, aber unerreichbare Ziele.“ Umweltminister Frank Kupfer (CDU) weist die Kritik zurück. „Hochwasserschutz ist eine Aufgabe für Generationen. Das haben wir bereits im August 2002 erkannt.“

Viele Kommunen werden schon wieder nachlässig

2002 wurden viele Anwohner zu spät gewarnt, weil Informationen in den Rathäusern liegen blieben. Sechs Jahre später geht die Schlamperei wieder los. Die Hochwasserzentrale schickt bei Flutalarm SMS an rund 1300 Kommunen, Krankenhäuser und Privatpersonen. Sie müssen quittieren, dass sie die Warnung empfangen haben. Fast die Hälfte aber reagiert nicht. Nach einer Stunde schaltet die Hochwasserzentrale die nächsthöhere Behörde ein. Zeit geht verloren. Uwe Höhne: „Das System ist neu. Vielleicht wachsen wir noch rein.“

Die Landeshochwasserzentrale öffnet am Sonntag von zehn bis 15 Uhr die Türen. Experten erklären, wie Hochwasser entsteht, und zeigen Schutzmaßnahmen. Zur Wetterwarte 3, Dresden-Klotzsche.

Talsperre Klingenberg

Beispiel Talsperre Klingenberg: Sie versorgt Dresden mit Trinkwasser. Haben die Gebirgsflüsse einen hohen Pegel, wird viel Dreck angeschwemmt. Der Freistaat ließ einen drei Kilometer langen Stollen bauen, durch den künftig Ersatzwasser fließt. Zudem wird die Staumauer saniert. Kosten: 64 Millionen Euro. Foto: SZ/Lehmann

 

Impressionen vom 'Tag des Wassers' (22.03.2009)

Sanierung der Kaskaden

Sanierung der Kaskaden

 

Auslaufbauwerk der Talsperre

Auslaufbauwerk der Talsperre

Auslaufbauwerk der Talsperre

Auslaufbauwerk der Talsperre

 

in der 'Schildkröte'

in der 'Schildkröte'

 

Einer der Eingänge zur Staumauer

Einer der Eingänge zur Staumauer

 

im Auslaufbauwerk des Umgehungsstollen

im Auslaufbauwerk des Umgehungsstollen

Abgänge Kraftwerk

Abgänge Kraftwerk

Blick vom Lindenhof zur Talsperre

Blick vom Lindenhof zur Talsperre

 

das neuer Überlaufbauwerk

das neuer Überlaufbauwerk das neuer Überlaufbauwerk

 

Blick von der Staumauer

Blick von der Staumauer

 

Mittwoch, 25. März 2009
(Sächsische Zeitung)

Talsperre in Klingenberg wieder gefüllt

Von Franz Herz

Steigt der Wasserstand noch weiter an, dann wird es durch den neuen Stollen vorbeigeleitet.

In der letzten Woche ist der Wasserstand in der Talsperre Klingenberg wieder um eine Million Kubikmeter gestiegen. Vorher war er wegen der Bauarbeiten an der Staumauer abgesenkt.

„Wir haben jetzt 8,6Millionen Kubikmeter Wasser in der Sperre. Das ist fast die Höhe, die wir für den Sommer erreichen wollen“, sagt Michael Humbsch, der bei der Landestalsperrenverwaltung für die Sanierung der Talsperre Klingenberg verantwortlich ist. Der restliche Stauraum in Klingenberg muss dieses Jahr frei bleiben für den Hochwasserfall.

Die Talsperre ist durch Schneeschmelze und Regen schneller voll geworden als erwartet. Dabei haben die Staumeister bereits einen Teil des Wassers durch den Hochwasserentlastungsstollen an der Talsperre vorbeigeleitet. Trübes Schmelzwasser gelangte damit nicht in das Trinkwasserreservoir. Dadurch blieb dort die Wasserqualität gut.

Sollte jetzt noch weiterer Regen fallen, würden die Staumeister weiter den Stollen nutzen, um das Wasser vorbeizuleiten und den Wasserspiegel auf der jetzigen Höhe zu halten. Ab September ist vorgesehen, die Talsperre Klingenberg zu leeren, damit die Sanierung der Staumauer beginnen kann.

 

April

Donnerstag, 02. April 2009
(Sächsische Zeitung)

Hochwasserrinne

 

Montag, 27. April 2009
(Sächsische Zeitung)

Ausschreibung beginnt für die Staumauersanierung


Klingenberg/Pirna

Derzeit bereiten die Mitarbeiter der Landestalsperrenverwaltung die Ausschreibung für die Sanierung der Staumauer an der Talsperre Klingenberg vor, informierte Michael Humbsch, der Projektverantwortliche. In einer europaweiten Vorauswahl wurden Firmen ausgesucht, die sich jetzt um den Auftrag bewerben. Sie sollen Mitte Mai die Unterlagen bekommen.

Ende diesen Jahres soll die Talsperre geleert werden, damit die Bauleute die 100 Jahre alte Mauer sanieren und neu abdichten können. Diese Arbeit ist das Kernstück des gesamten Sanierungsvorhabens, das seit 2005 läuft und bis 2012 dauern soll. Die Kosten der gesamten Arbeiten werden auf 64Millionen Euro geschätzt. (SZ/fh)

 

Mai

Sonnabend, 09. Mai 2009
(Sächsische Zeitung)

neue Verkleidung der Kaskaden

neue Verkleidung der Kaskaden

(Bild anklicken für vollständigen Artikel)

Montag, 11. Mai 2009
(Sächsische Zeitung)

Eine imposante Baustelle in Klingenberg

Von Franz Herz

Hier wird die Kaskade an der Talsperre Klingenberg neu aufgebaut. Sie ist Teil des Hochwasserüberlaufs. Dieser wird derzeit für sieben Millionen saniert. Die Arbeiten sollen bis August abgeschlossen werden. Foto: Kamprath

Für rund sieben Millionen Euro lässt die Landestalsperrenverwaltung (LTV) den Hochwasserüberlauf an der Talsperre Klingenberg erneuern, teilt Michael Humbsch mit. Er ist bei der LTV für die Sanierung verantwortlich.

Die Talsperre läuft über, wenn zu viel Hochwasser kommt, wie es im August 2002 passiert ist. Dann sorgt der Überlauf dafür, dass die Wassermassen immer noch geordnet wegfließen und nicht die Staumauer gefährden. Eine Rinne fängt oben das überschießende Wasser auf. Diese wurde neu betoniert und ist fertig. Dann stürzt das Wasser auf der Kaskade hinunter. Deren Stufen nehmen dem Wasser seine Bewegungsenergie. Wie groß diese sein kann, zeigte sich auch 2002. Damals zerstörte das Wasser die Kaskade teilweise.

Die Bauarbeiter haben die Stufen neu betoniert und verkleiden sie jetzt mit Natursteinen. Sie verwenden Gneis. Das ist das gleiche Material, das die Bauleute vor einem Jahrhundert beim Bau der Talsperre verwendet hatten. Das ist vorgeschrieben, da die Sperrmauer ein Denkmal ist, das nicht verändert werden darf.

Die Arbeiten am Hochwasserüberlauf mit der Kaskade laufen seit Oktober letzten Jahres. Der Fertigstellungstermin dafür hat sich verschoben. Der Abschluss dieser Arbeiten war ursprünglich Mitte Juni geplant. Über den Winter gab es Verzögerungen. Der neue Termin ist nun auf Mitte August gesetzt.

Länger als ursprünglich erwartet, ziehen sich auch die verschiedenen Testläufe rings um die Talsperre hin. „Das ist komplizierter, als wir das eingeschätzt haben“, sagt Humbsch. „Daher laufen die Tests länger.“ Die verschiedensten Situationen, die an der Talsperre auftreten können, werden durchgespielt. Damit sind die Staumeister auf Havariefälle oder besondere Situationen besser vorbereitet. Vor allem geht es darum, die Wasserqualität in den Wasserwerken Klingenberg und Dresden-Coschütz zu sichern.

Die Anlagen funktionieren alle, das hat sich schon gezeigt. Ausführlich getestet werden jetzt die automatischen Abläufe und ihr Zusammenspiel. Alle Leitungen rings um die Talsperre werden automatisch gesteuert. „Das müssen wir programmieren und durchtesten“, sagt der Projektleiter. Beispielsweise dürfen die Ventile nicht zu schnell schließen, sonst gibt es Überdruck in den Leitungen.

Die Probeläufe haben Ende 2008 begonnen und sollten eigentlich bis März abgeschlossen sein. „Aber die zeitliche Verlängerung ist noch kein Problem. Wir haben mit den Tests Zeit, bis die Hauptsperre geleert wird“, sagt Humbsch. Dies ist im Herbst vorgesehen.

 

Kaskaden - Stand 09.05.2009

Kaskaden - Stand 09.05.2009

Kaskaden - Stand 09.05.2009

Kaskaden - Stand 09.05.2009

 

der neue Überlauf

Überlauf - Stand 09.05.2009

Juni

Montag, 15. Juni 2009
(Sächsische Zeitung)

Ausschreibung läuft für die Sanierung der Staumauer Klingenberg


Die Talsperrenverwaltung hat einen Riesenbauauftrag zu vergeben.

Die Landestalsperrenverwaltung (LTV) verschickt derzeit die Ausschreibungsunterlagen für die Sanierung der Staumauer der Talsperre Klingenberg an die beteiligten Firmen, informiert Michael Humbsch, der Projektverantwortliche bei der LTV. Bis Juli werden die Angebote erwartet.

Es handelt sich dabei um einen sehr umfangreichen Bauauftrag. Allein die Auflistung der einzelnen Bauleistungen umfasst 500 Seiten. Drei dicke Aktenordner sind mit Zeichnungen gefüllt. Die erwarteten Baukosten liegen im zweistelligen Millionenbereich.

Die Firmen, die jetzt ein Angebot abgeben können, sind in einer ersten Runde nach ihrer fachlichen Eignung ausgewählt worden. „Die Anforderungen sind sehr hoch. Bei der Mauersanierung fallen Unter-Tage-Arbeiten ebenso an wie denkmalschutzgerechte Natursteinsanierung oder der Einbau anspruchsvoller Überwachungstechnik“, sagt Humbsch. Wenn ein Unternehmen den Zuschlag bekommt, soll nach dem jetzigen Zeitplan am 16. Oktober dieses Jahres die Mauersanierung beginnen. An Anfang sind Abbrucharbeiten vorgesehen.

Mit der Mauersanierung beginnt auch der spektakulärste Teil der gesamten Arbeiten. Dann wird die Talsperre Klingenberg abgelassen. Gegen Ende dieses Jahres wird der Stausee, der im Normalfall rund 16Millionen Kubikmeter Wasser enthält, komplett leer stehen.

Während dieser Zeit werden die Wasserwerke in Klingenberg und Dresden-Coschütz von der Vorsperre und der Talsperre Lichtenberg aus mit Wasser versorgt. Dafür wurde eigens eine Rohrleitung verlegt.

Die Arbeiten an der Mauer sind der wichtigste Arbeitsschritt bei der Sanierung der Talsperre Klingenberg. Die Staumauer ist von 1908 bis 1914 gebaut worden. Sie muss nach fast hundert Jahren überholt und technisch besser ausgerüstet werden, damit sie ein weiteres Jahrhundert gut übersteht. Das Gesamtprojekt läuft noch bis 2012 und seine Kosten werden auf 64Millionen Euro geschätzt. (SZ/fh)

 

Juli

Mittwoch, 1. Juli 2009
(Sächsische Zeitung)

Schwierige Natursteinarbeiten an der Talsperre


Klingenberg

Der Hochwasserüberlauf der Talsperre Klingenberg wird derzeit mit Natursteinen verkleidet. „Die Arbeiten sind sehr aufwendig“, informiert Michael Humbsch, der Projektverantwortliche für die Sanierung der Talsperre. „Jeder Stein muss an den Haken genommen und einzeln eingepasst werden. Diese sind manchmal bis zu 40 Kilogramm schwer“, sagt Humbsch. Die Bauarbeiten daran werden sich noch bis in den Herbst hinziehen.

Die Baufirma Züblin arbeitet mit mehreren Teams parallel auf den verschiedenen Stufen der Kaskade. Diese Treppe soll bei einem Hochwasserfall das Wasser abbremsen. Wenn es von Stufe zu Stufe hinunterfällt, verliert es seine Bewegungsenergie. Allerdings muss die Kaskade der Kraft des Wassers standhalten. 2002 wurde sie schwer beschädigt, als die Talsperre übergelaufen war.

Die Verkleidung mit Natursteinen ist eine Auflage des Denkmalschutzes, die für die gesamte Sperrmauer an der Talsperre Klingenberg gilt. Denn sie ist ein technisches Denkmal. (SZ/fh)

 

August

Samstag, 1. August 2009
(Sächsische Zeitung)

Das wird eine Attraktion

Franz Herz

Von Herz.Franz@dd-v.de

über die Leerung der Talsperre Klingenberg

Ganz leise beginnt die Talsperrenverwaltung damit, den Stausee in Klingenberg zu leeren. Drei, vier Monate wird es dauern, bis der Wasserstand ganz heruntergefahren ist. Das wird dann eine Attraktion. Gegen Ende dieses Jahres können Wanderer zwischen Klingenberg und Beerwalde das Tal der Wilden Weißeritz einmal bis auf den Grund sehen, so wie es vor über hundert Jahren aussah, ehe das Wasser alles überspülte.

Dabei darf man sich aber keine falschen Hoffnungen machen. Es wird kein schönes Naturerlebnis. Weder Wald noch Kräuter zieren den Grund der Talsperre. Aber schöne Tallandschaften gibt es anderswo im Osterzgebirge und auch an der Wilden Weißeritz viele. Das Einzigartige wird sein, auf dem Grund des Stausees zu stehen. Im Normalfall sollte dieses Erlebnis erst wieder in einigen Generationen möglich sein – wenn die nächste Sanierung ansteht.

 

Donnerstag, 27. August 2009
(Sächsische Zeitung)

Die Talsperre Klingenberg ist schon halb leer

Von Franz Herz

Der wichtigste Bauabschnitt bei der gesamten Sanierung der Talsperre Klingenberg beginnt in wenigen Wochen.

Im Oktober soll die

Talsperre komplett leer sein

Die Talsperre Klingenberg leert sich immer mehr. Rund sieben Millionen Kubikmeter Wasser stehen dort noch, das ist gerade noch die Hälfte von dem, was der Stausee sonst an Wasser aufnimmt. In normalen Zeiten staut er 14Millionen Kubikmeter Wasser und bei Hochwasser über 17Millionen. In sechs Wochen soll die Talsperre komplett geleert sein, informierte Michael Humbsch, der bei der Landestalsperrenverwaltung für die Sanierung in Klingenberg verantwortlich ist.

Bauleute bringen Stollen

aus der Bauzeit in ordnung

Die Talsperre muss trocken sein, wenn Mitte Oktober die Sanierung der Hauptsperrmauer beginnt. Zuerst gehen die Bauleute an den Grund der Talsperre ran. Dort gibt es einen alten Umleitungsstollen. In dem floss seinerzeit beim Bau der Talsperre die Weißeritz an der Baustelle vorbei. Das wird jetzt auch wieder so kommen. Die Bauleute entfernen die Plombe, die seit hundert Jahren den Stollen abdichtet. „Sie müssen ausräumen, was dort eventuell eingespült wurde“, erklärt Humbsch.

Während der Bauzeit fließt der Fluss durch. „Später wird dieser Stollen zum neuen Grundablass für die Talsperre ausgebaut“, sagt Humbsch. Über den Grundablass steuern die Staumeister, wie viel Wasser aus der Talsperre abfließt. Nach den Erfahrungen mit der Flut 2002 benötigt Klingenberg einen größeren Grundablass als bisher. Der alte bleibt. Der neue kommt dazu. So können sie die doppelte Menge Wasser geregelt fließen lassen.

Außerdem richten die Bauleute den alten Damm wieder her, der auch schon vor hundert Jahren die Baustelle geschützt hat und seitdem auf dem Grund der Talsperre ein unbeachtetes Dasein hatte. Diese Vorbereitungen sollen sich bis Ende dieses Jahres hinziehen.

Die mauer bekommt nächstes

Jahr eine neue Dichtung

An die Staumauer selbst gehen die Arbeiter Anfang nächsten Jahres ran. Zuerst stehen dann Abrissarbeiten auf dem Bauprogramm. Der Kern der Mauer bleibt stehen. Aber die Bauleute entfernen die komplette Dichtungsschicht auf der Wasserseite, die ungefähr einen Meter stark ist.

Zurzeit fällt die endgültige Entscheidung, welche Baufirma den Auftrag bekommt. Die Vergabekommission der Landestalsperrenverwaltung hat eine Vorentscheidung getroffen. Dagegen sind noch Widersprüche möglich. Dann steht fest, welcher Bieter die Arbeiten ausführt. Drei Firmen haben Angebote abgegeben.

Zweites Gespräch mit

Anlieger geplant

Offen ist auch noch, welche Folgen die Baustelle für die Gaststätte Lindenhof an der Talsperre hat. Die Baustraße zur Staumauer führt direkt an dem Ausflugslokal vorbei. Die Betreiber Renate Kaden und Ray Jewski fürchten davon einen Einbruch für ihr Geschäft. Es gab eine erste Beratung der Betreiber mit Vertretern der Talsperrenverwaltung. Dabei konnten noch nicht alle Probleme ausgeräumt werden. Deswegen treffen sich beide Parteien noch einmal zu einem Gesprächstermin, wie Renate Kaden informierte.

SZ vom 27.08.2009

Die aktuelle und die nächsten geplanten Baustellen an der Talsperre Klingenberg: Der Hochwasserüberlauf und die Kaskade sind weitgehend fertig gebaut. Sobald die Talsperre geleert ist, wird ein alter Umleitungsstollen aus der Bauzeit der Talsperre wieder geöffnet und als Umleitung für die Weißeritz hergerichtet. Später wird er als Grundablass dienen. Der bestehende Grundablass in der Mitte der Mauer wird damit ergänzt und die Talsperre kann im Hochwasserfall doppelt soviel Wasser wie bisher geordnet abfließen lassen. Foto: Egbert Kamprath

Stand der Arbeiten zum 29.08.2009

Talsperre Klingenberg

 

Talsperre Klingenberg

Talsperre Klingenberg

 

Talsperre Klingenberg

Talsperre Klingenberg

 

Talsperre Klingenberg

September

Freitag, 11. September 2009
(Sächsische Zeitung)

Mauersanierung in Klingenberg kostet 22,5Millionen Euro


Klingenberg. Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen gibt der Baufirma Züblin den Zuschlag für die Sanierung der Staumauer in Klingenberg. Das Unternehmen hatte die Arbeiten für 22,5Millionen Euro angeboten.

Die 100Jahre alte Mauer erhält eine neue Abdichtung und größere Durchlässe für den Fall eines Hochwassers. Die Arbeiten beginnen Mitte Oktober. Für das Vorhaben wird die Talsperre völlig geleert. Derzeit ist sie bereits halb leer.

Aus Klingenberg erhalten normalerweise große Teile Dresdens und des Erzgebirgsvorlandes ihr Trinkwasser. Während der Bauzeit kommt das Wasser durch einen Stollen aus der Vorsperre in Klingenberg und den Talsperren Lehnmühle, Lichtenberg und Rauschenbach. (SZ/fh)

Freitag, 18. September 2009
(Sächsische Zeitung)

Alter Klingenberger Stollen wird aktiviert

Von Franz Herz

 

Die Ausschreibung ist gelaufen. Das Kernstück der Talsperrensanierung in Klingenberg beginnt. Die Baufirma Züblin erhielt für 22,5Millionen Euro den Zuschlag. Die 100 Jahre alte Sperrmauer bekommt eine neue Dichtung. Ihre Ausrüstung wird modernisiert, und ihre Durchlässe werden erweitert, sodass die Mauer Fluten wie 2002 ohne Schäden überstehen kann, erklärt Michael Humbsch, der bei der Landestalsperrenverwaltung für das Projekt verantwortlich ist. Das ganze dauert zwei Jahre. Drei Dinge passieren bereits dieses Jahr.

Trinkwasser kommt

Bald aus Rauschenbach

Bisher bekommen die Wasserwerke in Klingenberg und Coschütz ihr Wasser noch aus Klingenberg. Allerdings sinkt hier der Wasserspiegel von Tag zu Tag. Gestern waren noch 6,3 Millionen Kubikmeter aufgestaut, normalerweise sind es über 14Millionen.

Ende September wird das Wasserwerk Klingenberg an jene Leitung angeschlossen, die Wasser aus den Talsperren Rauschenbach und Lichtenberg über die Vorsperre und den Tunnel an der Hauptsperre vorbei leitet. „Die Wasserverbraucher werden das aber überhaupt nicht spüren. Wir haben das seit Jahren vorbereitet und getestet“, sagt Steffen Lehnert von der Wasserversorgung Weißeritzgruppe.

Für die Dresdner Wasserversorgung laufen noch letzte Tests, ehe dann das Wasser aus der Vorsperre anstatt aus der Hauptsperre nach Coschütz geleitet wird.

Ein Damm taucht auf

dem Grund der TalSperre auf

Auch die Fachleute der Talsperrenverwaltung warten gespannt, was auf dem Grund des Stausees auftaucht, wenn der Wasserspiegel weiter sinkt. „Dort sind ja noch Brücken und Häuser“, sagt Humbsch. Ihn interessiert vor allem, in welchem Zustand der kleine Fangedamm ist, der einige Meter hoch vor der Sperrmauer steht. Er hat seinerzeit beim Bau der Mauer die Weißeritz an der Baustelle vorbei geleitet. Dafür brauchen ihn die Bauleute auch jetzt wieder. „Es gibt den Damm noch. Das haben Taucher festgestellt. Aber wir kennen seinen Zustand nicht“, sagt der Bauverantwortliche. Noch vor Ende des Jahres wird er es wissen.

Der alte Stollen

bekommt neue Aufgaben

Mitte Oktober beginnt die Baufirma Züblin mit den Arbeiten zur Mauersanierung. Zuerst nehmen sich die Bauarbeiter den alten Umleitungsstollen vor, der schon beim einstigen Mauerbau die Weißeritz um die Baustelle herum geleitet hat. Diese Funktion bekommt er nächstes Jahr während der Sanierung wieder. Im Moment verlaufen dort noch die Wasserleitungen zum Wasserwerk Klingenberg. Außerdem ist eine Plombe drin, die den Stollen abgedichtet hat. All das muss raus. Dann weiß auch niemand, wie der Gang auf der Wasserseite aussieht. Eventuell muss dort auch Schlamm weggeräumt werden.

Der Stollen wird aber nicht nur als Notumleitung für den Bau benötigt. Er wird auf Dauer als neuer Grundablass verwendet. Dafür wird er saniert und bekommt ein sogenanntes Schütz, das ihn absperrt und bei einem Hochwasser geöffnet wird. In der Mitte der Staumauer, wo jetzt der Grundablass ist, wird in Zukunft hauptsächlich das Wasser für den Betrieb der Wasserwerke abfließen.

SZ vom 18.09.2009

Michael Humbsch von der Landestalsperrenverwaltung steht an der Talsperre Klingenberg vor dem Stollen, durch den vor hundert Jahren die Weißeritz an der Baustelle der Staumauer vorbeigeleitet wurde. Diese Funktion bekommt er nächstes Jahr wieder, und danach wird er dauerhaft als Grundablass der Talsperre genutzt. Damit können die Staumeister bei Hochwasser größere Wassermengen geregelt wegfließen lassen. Foto: Egbert Kamprath

04.10.2009

Füllstand (Blick von der Vorsperre):

Füllstand am 04.10.2009

05.10.2009

Talsperre Klingenberg am 05.10.2009

Talsperre Klingenberg am 05.10.2009

die Staumauer

Talsperre Klingenberg am 05.10.2009

Talsperre Klingenberg am 05.10.2009

Talsperre Klingenberg am 05.10.2009

Talsperre Klingenberg am 05.10.2009

Talsperre Klingenberg am 05.10.2009

Talsperre Klingenberg am 05.10.2009

Talsperre Klingenberg am 05.10.2009

Talsperre Klingenberg am 05.10.2009

 

Dienstag, 13. Oktober 2009
(Sächsische Zeitung)


Jetzt geht die Sanierung der Talsperre los


Bis zum Jahresende wird die Talsperre Klingenberg komplett geleert. Für die Arbeiten an der Staumauer sind drei Jahre veranschlagt.

Am Freitag fällt der offizielle Startschuss für die Sanierung der fast 100 Jahre alten Staumauer der Talsperre Klingenberg. Damit beginnt das letzte Kapitel eines der umfangreichsten Bauvorhaben der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen, teilte die Behörde in Pirna mit. In den nächsten drei Jahren wird die Hauptsperre auf den technisch neuesten Stand gebracht. Die im Jahr 2005 begonnene Instandsetzung der Talsperre war aufgrund ihres Alters und schwerer Schäden aus dem Augusthochwasser 2002 notwendig geworden.

Für die Sanierung der Hauptsperre wurde der Wasserspiegel in der Trinkwassertalsperre seit Juli abgesenkt (die SZ berichtete). Damit die Bauarbeiten in vollem Umfang beginnen können, sinkt das Wasser vom Baustart an schrittweise weiter. Nach dem Abfischen Ende November wird die Talsperre bis zum Jahresende völlig geleert sein.

Ab 2012 wird wieder eingestaut

Noch in diesem Jahr beginnen notwendige Abbrucharbeiten auf der Mauerkrone sowie Demontagen technischer Anlagen und Einrichtungen. Außerdem wird der bislang verschlossene alte Umleitungsstollen geöffnet und umgebaut. Er leitet während der Baumaßnahme die Wilde Weißeritz, die sonst die Hauptsperre speist, an ihr vorbei.

Bis zum kommenden Frühjahr wird der Betonmantel der Staumauer entfernt. Im Anschluss bekommt sie auf der Wasserseite eine neue Abdichtung. Auch der alte Wasserentnahmeturm wird abgerissen und ersetzt. Verlaufen alle Arbeiten wie geplant, kann ab Ende 2012 in der Hauptsperre mit dem Wiedereinstau begonnen werden. Im selben Jahr sollen dann auch alle Teile der Mauerkrone, die abgebrochen wurden, denkmalgerecht wieder aufgebaut sein. Zum Abschluss wird die Mauer auf der Luftseite gereinigt und an notwendigen Stellen neu verfugt. Die Baukosten belaufen sich nach derzeitigem Stand auf rund 22,5 Millionen Euro.

Sperrungen ab 19. Oktober

Wegen der Abbrucharbeiten bleibt die Mauer aus Sicherheitsgründen ab 19. Oktober für Besucher gesperrt. Außerdem kommt es zu Einschränkungen und Sperrungen von Rad- und Wanderwegen, für die aber Umleitungen ausgeschildert sind, hieß es. Die Trinkwasserversorgung, die die Talsperre Klingenberg normalerweise sicherstellt, ist während der gesamten Bauzeit gewährleistet. Das Wasser für Dresden wird aus der Vorsperre entnommen, die Region Freital über ein Rohrleitungssystem aus anderen Talsperren und Wasserspeichern versorgt. (SZ)

 

Freitag, 16. Oktober 2009
(Sächsische Zeitung)


Umleitungen für Wanderer an der Talsperre Klingenberg

Von Franz Herz
Dieses Wochenende gibt es für lange Zeit die letzte Chance, über die Staumauer der Talsperre Klingenberg zu wandern. Ab Montag ist der Weg gesperrt. Heute beginnt die Firma Züblin offiziell mit ihren Arbeiten an der Sperrmauer.

„Was die Sperrung des Weges für uns bringt, wissen wir nicht. Es ist auf jeden Fall ein Manko. Hoffentlich überstehen wir das mit unserer Gaststätte“, sagt Frank Kunath, der die Waldschänke an der Ostseite der Talsperre führt. Im November wird er sich mit anderen Gastronomen und Vertretern der Landestalsperrenverwaltung (LTV) treffen, um eine Lösung für das Problem zu finden.

Die Landestalsperrenverwaltung informiert auf Schildern über die gesperrten Wanderwege und die möglichen Alternativrouten. Diese Umleitungen verlaufen meistens etwas weiter oben am Hang.

An der Vorsperre geht das gar nicht anders, weil sie jetzt höher aufgestaut ist als bisher. Der Weg, der bei normaler Stauhöhe vom Forsthaus Beerwalde direkt am westlichen Ufer entlang führt, liegt derzeit unter Wasser. „Das wird so bleiben, bis die Sanierung der Hauptsperre abgeschlossen ist“, informiert Michael Humbsch, der Projektverantwortliche für die Sanierung der Talsperre. Die Vorsperre braucht mehr Wasser, solange die Hauptsperre weitgehend leer ist, weil sie als Trinkwasserreservoir für das Wasserwerk in Dresden-Coschütz vorgesehen ist.

Die Gastwirte könnten sich vorstellen, dass auch die Baustelle eine Touristenattraktion ist. Auf Seiten der LTV gibt es allerdings Bedenken. Die Verantwortlichen wollen Schaulustige nicht zu nah ran lassen. Zum einen wollen die Bauleute möglichst keine Störung. Zum anderen geht es um die Absicherung.

Die Gemeinden Klingenberg und Höckendorf haben einen Wanderweg, der in letzter Zeit nicht passierbar war, wieder freischneiden lassen. Es handelt sich um den Hans-Poelzig-Rundweg, der nach dem Architekten der Talsperre benannt ist. Ursprünglich war es ein Rundwanderweg. Während der Bauarbeiten fehlt aber das Stück, das über die Mauerkrone führt. Für diesen Abschnitt dient der Rest des Weges jetzt als Umleitung. Er führt vom Westende der Staumauer in Richtung Neuklingenberg und über die Streichholzbrücke wieder ins Weißeritztal. Der Fluss wird bei der Baufirma Schulze überquert. Dann steigt der Weg wieder auf der Talseite hoch.

Noch reicht die Wasserqualität

Die Talsperre selbst wird langsam weiter abgelassen. Die ersten Arbeiten zur Mauersanierung sind schon möglich, wenn noch etwas Wasser im Becken ist. Ungefähr ein Drittel des normalen Inhalts steht derzeit in dem Staubecken. Das sind 5,1Millionen Kubikmeter.

Zurzeit reicht die Wasserqualität noch aus, um sowohl das Wasserwerk Klingenberg als auch Coschütz mit Rohwasser aus Klingenberg zu versorgen. Das will die Talsperrenverwaltung solange wie möglich so beibehalten. Denn für Klingenberg muss das Wasser aus der Talsperre Rauschenbach herübergepumpt werden. Der Wasserstand sinkt langsam weiter. Im November ist das Abfischen vorgesehen.

 

die Sperre und die erste Bucht am 19.10.2009

die Talsperre am 19.10.2009

die Talsperre am 19.10.2009

die Talsperre am 19.10.2009

oben - die ersten überfluteten Bauwerke kommen zum Vorschein

unten - die erste Bucht

die erste Bucht

die erste Bucht

 

Samstag, 24. Oktober 2009
(Sächsische Zeitung)


Eine Jahrhundertbaustelle in Klingenberg

Von Franz Herz

 

Die Baufirma Züblin hat diese Woche mit den Arbeiten an der Staumauer der Talsperre begonnen, informiert Michael Humbsch von der Landestalsperrenverwaltung. Drei Punkte sind dabei interessant.

Bagger graben ein Loch in

den Hang für den Grundablass

Richtig gebaut wird schon am neuen Grundablass. Unterhalb der Staumauer baggert Züblin sich in den Hang. Hier wird ein alter Stollen wieder in Betrieb genommen. Dieser hat die Weißeritz um die Baustelle herum geleitet, als die Mauer errichtet wurde. Die Funktion bekommt er jetzt wieder. Danach versinkt er aber nicht wieder in die Bedeutungslosigkeit, sondern dann führt durch diesen Stollen der Grundablass für die Talsperre. Damit kann sie im Hochwasserfall mehr Wasser geregelt abfließen lassen als bisher. Im Moment führen durch den Stollen noch Rohre zu den Wasserwerken Klingenberg und Coschütz. Die werden in den nächsten Wochen ausgebaut.

Noch kommt das

Trinkwasser aus Klingenberg

Wann genau diese Rohre weg kommen, hängt davon ab, welche Qualität das restliche Wasser in der Talsperre noch hat. Sie ist noch zu einem knappen Viertel gefüllt mit 4,6Millionen Kubikmeter. Bisher wird das Trinkwasser noch aus den höheren Wasserschichten genommen. Irgendwann muss auf eine Entnahmestelle ganz unten umgeschaltet werden. Dann können die Rohre aus dem alten Stollen weg.

Die Fachleute beobachten dann mit Spannung, wie sich die Wasserqualität entwickelt, wenn sich die Talsperre zusehends leert. „Theoretisch müsste das bis zu zwei Millionen Kubikmeter noch funktionieren“, sagt Humbsch. „Jetzt haben wir den Praxistest, ob diese Berechnungen stimmen.“ Das zu wissen könnte einmal wichtig werden, wenn in ein, zwei trockenen Jahren die Talsperre von Natur aus soweit absinken sollte. Wird die Qualität zu schlecht, wird das Trinkwasser aus der Vorsperre und der Talsperre Rauschenbach genommen.

Der Bau bekommt eine

eigene Tankstelle

Die Bauleute schaffen ansonsten die Voraussetzungen für ihre Arbeit an der Mauer selbst. „Die Firma errichtet einen Zaun zur Absperrung, baut einen Lagerplatz auf, ein Absetzbecken für Sedimente und einen Tankplatz.“ Weil Klingenberg das Trinkwasserreservoir für halb Dresden und das Erzgebirgsvorland ist, gelten auch für die Baustelle strenge Vorschriften. So muss der Tankplatz für die Baumaschinen besonders geschützt werden. „Er liegt weit oben, wird überdacht und muss auch von der Landesdirektion genehmigt werden“, berichtet der Bauverantwortliche. Selbst ein Havariekonzept muss der Baubetrieb dafür vorlegen.

Sanierung Talsperre Klingenberg

Oben von der Staumauer ist gut zu sehen, wie sich die Bauleute auf rechten Seite in den Hang graben. Hier mündet der alte Stollen, der in Zukunft als Grundablass für die Talsperre dienen wird. Im Hindergrund links sind die Gebäude des Wasserwerks Klingenberg zu sehen. Foto: Peter Kuner

 

Mittwoch, 28. Oktober 2009
(Sächsische Zeitung)

 

Jetzt gilt Umleitung für Wanderer an der Talsperre


Klingenberg

Gestern hat die Landestalsperrenverwaltung die Umleitungsschilder für Wanderer an der Sperre Klingenberg aufgestellt, informierte Gunter Fichte, Wanderwegewart der Gemeinde Höckendorf. Wegen der Sperrung der Mauerkrone ist der rot markierte Wanderweg entlang der Wilden Weißeritz für etwa drei Jahre unterbrochen. Die Alternative ist jetzt durch fünf Hinweistafeln sowie 22 neue Markierungen, ein weißes Viereck mit rotem horizontalem Balken, ausgewiesen.

Der Wanderer muss sich also zum Besichtigen der Jahrhundertbaustelle entscheiden, ob er diese vom östlichen oder westlichen Weg aus überblicken will. Das Wandern um die ganze Talsperre ist auf einer Strecke von mindestens 13 Kilometern möglich. (SZ/fh)

 

30.10.2009

Die Arbeiten an der Mauerkrone haben begonnen

- das Betreten der Mauerkrone ist nicht mehr möglich

- der Abriss des Kronenaufsatzes hat begonnen

Abriss des Kronenaufsatzes

Abriss des Kronenaufsatzes

Abriss des Kronenaufsatzes

Abriss des Kronenaufsatzes

Abriss des Kronenaufsatzes

 

Arbeiten am Stollen für den neuen Grundablass

Arbeiten am Stollen für den neuen Grundablass

Arbeiten am Stollen für den neuen Grundablass

die neuen Kaskaden

die neuen Kaskaden

 

die neuen Kaskaden

 

Blick über die erste Bucht

erste Bucht

erste Bucht

08.11.2009 - der Inhalt der Talsperre beträgt noch ca. 3 Mio m³

gesperrte Mauerkrone

gesperrte Mauerkrone

gesperrte Mauerkrone

oberste Entnahmeleitung

Entnahmeleitung der Talsperre

der Talsperre

Entnahmeleitung der Talsperre

Blick vom

Blick zur ersten Buchte

Steinbruch

Blick vom Steinbruch

Mauerkrone Talsperre Klingenberg

die Holzmühlenbucht oder "Zaßprich"

die Holzmühlenbucht oder "Zaßprich"

Blick von der Holzmühlenbucht

Blick von der Holzmühlenbucht

Reste der

Reste der Holzmühle

Holzmühle

Reste der Holzmühle

Reste der Holzmühle

das alte Bachbett

das alte Bachbett der 'Wilden Weißeritz'

der 'Wilden Weißeritz'

das alte Bachbett der 'Wilden Weißeritz'

Überreste der Brücke

Überreste der Brücke und befestigter Weg

und befestigter Weg

Überreste der Brücke und befestigter Weg

auf dem Grund der Talsperre

auf dem Grund der Talsperre

immer wieder schön - die Vorsperre

immer wieder schön - die Vorsperre

 

Dienstag, 10. November 2009
(Sächsische Zeitung)


Alte Brücke taucht aus der Talsperre Klingenberg auf

Von Franz Herz

Das Absenken des Pegels der Talsperre Klingenberg ist ein einzigartiges Ereignis. Nach dem Beitrag in der Sächsischen Zeitung über den Stand der Bauarbeiten hatten sich die Mitglieder vom Dippoldiswalder Wander-Stammtisch die Talsperre als Ziel einer Tour ausgesucht, wie der Dippoldiswalder Heinz Wirrig informiert. „Dieser Anblick der sich leerenden Trinkwasser-Talsperre ist sehr selten. Ihn gibt es erst wieder nach Abschluss der Rekonstruktion beim Wiederaufstau der Talsperre. Jetzt werden wir erst einmal die mit Spannung erwartete völlige Entleerung erleben“, schreibt er zu nebenstehendem Foto.

Auch Liane Beutel aus Höckendorf machte an der Talsperre einen Herbstspaziergang und machte dabei verschiedene Fotos. Die Überreste einer alten Brücke sind dort zu erkennen. Hier hat einst ein Weg die Wilde Weißeritz überquert. Ein Spaziergang in dieser schönen Landschaft lohnt sich immer, schreibt Liane Beutel.

Seit Juli sinkt der Wasserspiegel langsam. Seit Ende Oktober haben die Staumeister die Schieber weiter geöffnet. Jetzt sinkt der Wasserspiegel schnell. Gestern waren noch 2,2Millionen Kubikmeter angestaut. Ende des Monats ist das Abfischen geplant, und im Dezember wird das Staubecken trocken liegen.

An das Wasser darf jetzt niemand mehr ran. Der Schlamm ist gefährlich. Deswegen gilt auch ein Angelverbot.

Auf dem Grund des Beckens erwarten die Bauleute einen kleinen Damm, der seinerzeit die Baustelle vor dem Wasser der Wilden Weißeritz geschützt hat. Sie haben ihm genau diese Funktion auch jetzt wieder zugedacht. Dafür müssen sie aber erst einmal sehen, in welchem Zustand er aus den Fluten auftaucht. Ab Januar werden die Arbeiter ihre Baustelle auf dem Grund der Talsperre einrichten. Sie schütten Rampen für die Lkws auf und richten eine Baugrube ein. Wenn diese Vorbereitungen abgeschlossen sind, beginnt voraussichtlich im März der Abbruch der äußeren Schale an der Sperrmauer. Diese dichtet das Bruchsteinmauerwerk ab und muss jetzt erneuert werden. Sie ist inzwischen doch 100 Jahre alt.

alte Brücke taucht aus der Talsperre Klingenberg auf

Hier zeigen sich die Reste einer alten Brücke, die sonst immer auf dem Grund der Talsperre verborgen sind. Die Talsperre wird noch einige ihrer Geheimnisse preisgeben, wenn sie im Laufe der nächsten Wochen komplett leer läuft. Leserfoto: Liane Beutel

Pegelstand am 12.11.2009

Talsperre Klingenberg am 12.11.2009

Talsperre Klingenberg am 12.11.2009

Talsperre Klingenberg am 12.11.2009

Talsperre Klingenberg am 12.11.2009

 

Pegelstand am 15.11.2009 - der Inhalt der Talsperre beträgt noch ca. 1,16 Mio m³

Talsperre Klingenberg - Stand der Arbeiten am 15.11.09

Talsperre Klingenberg - mittlere Entnahmehorizont

zwei Entnahmehorizonte für das Wasserwerk

Talsperre Klingenberg - Pegelstand am 15.11.09

Talsperre Klingenberg - Pegelstand am 15.11.09

Talsperre Klingenberg - Pegelstand am 15.11.09 - Blick vom Steinbruch

Blick vom Steinbruch

die ehemalige Holzmühle taucht wieder auf (16.11.09)

auf dem Pfad der Muscheln zur Holzmühle

auf dem Pfad der Muscheln zur Holzmühle

Blick zur Staumauer

Blick zur Staumauer

Talsperre Klingenberg - die alte Holzmühle

ehemalige Holzmühle im Stauraum der Talsperre Klingenberg

ehemalige Holzmühle im Stauraum der Talsperre Klingenberg

Überreste der Mühle mit Mühlgraben

ehemalige Holzmühle im Stauraum der Talsperre Klingenberg

ehemalige Holzmühle im Stauraum der Talsperre Klingenberg

ehemalige Holzmühle im Stauraum der Talsperre Klingenberg

ehemalige Holzmühle im Stauraum der Talsperre Klingenberg

hier verlief der Mühlgraben unter dem Gebäude

ehemalige Holzmühle im Stauraum der Talsperre Klingenberg

ehemalige Holzmühle im Stauraum der Talsperre Klingenberg

ehemalige Holzmühle im Stauraum der Talsperre Klingenberg

ehemalige Holzmühle im Stauraum der Talsperre Klingenberg

ehemalige Holzmühle im Stauraum der Talsperre Klingenberg

hier kam der Mühlgraben wieder an das Tageslicht

ehemalige Holzmühle im Stauraum der Talsperre Klingenberg

ehemalige Holzmühle im Stauraum der Talsperre Klingenberg

- sie war die älteste Mühle auf der Gemarkung Pretzschendorfs und diente als Holzschneide-, Getreide-, Knochen- und Ölmühle
- sie diente beim Bau der Talsperre als Unterkunft für viele der 5000 Arbeiter der Baustelle

 

Talsperre Klingenberg - die alte Holzmühle

Talsperre Klingenberg - die alte Holzmühle

Talsperre Klingenberg - die alte Holzmühle

Talsperre Klingenberg - die alte Holzmühle

Talsperre Klingenberg - die alte Holzmühle

Talsperre Klingenberg - die alte Holzmühle

Talsperre Klingenberg - die alte Holzmühle

Talsperre Klingenberg - die alte Holzmühle

Talsperre Klingenberg - die alte Holzmühle

Talsperre Klingenberg - die alte Holzmühle

Talsperre Klingenberg - die alte Holzmühle

Talsperre Klingenberg - die alte Holzmühle

Talsperre Klingenberg - die alte Holzmühle

Talsperre Klingenberg - die alte Holzmühle

sogar ein Mühlstein ist noch vorhanden

21.11.2009 - noch ca. 800.000 m³ Wasser in der Talsperre

Talsperre Klingenberg - Entnahmestellen

Talsperre Klingenberg - Entnahmestellen

Talsperre Klingenberg - Entnahmestellen

Talsperre Klingenberg

Talsperre Klingenberg

Talsperre Klingenberg

Talsperre Klingenberg - Baureste

 

Arbeiten am Umgehungsstollen

Arbeiten am Umgehungsstollen

Arbeiten am Umgehungsstollen

Talsperre Klingenberg - Umgehungsstollen

Talsperre Klingenberg - Umgehungsstollen

 

Montag, 23. November 2009
(Sächsische Zeitung)


Neugier auf die große Leere

Von Jörg Stock

 

Warum ist eine Staumauer gebogen? Laura hockt auf dem Geländer und überlegt, was sie ihrem Opa antworten soll. Aber Manfred Ullrich gibt selbst die Antwort. Weil die Mauer so den Millionen Kubikmetern Wasser besser widerstehen kann. „Stell dir vor, was das für eine Kraft ist“, sagt er zu seiner Enkelin. Dann wandert der Tharandter mit seiner Familie weiter: „Mal sehen, ob wir noch die alte Brücke entdecken“, sagt er.

Die Talsperre Klingenberg war am Wochenende wieder Ausflugsziel für Neugierige. Je weiter der Wasserspiegel sinkt, umso größer wird die Spannung. Seit der Inbetriebnahme vor hundert Jahren wurde das Gewässer nicht mehr vollständig geleert. Jetzt, da die Landestalsperrenverwaltung die Sanierung der Hauptsperrmauer startet, muss alles Wasser raus. Was wird aus den Fluten auftauchen?

Vermutlich nicht viel, meint Karl Schubert. „Vielleicht ein paar Reste der alten Holzmühle.“ Der ehemalige Lehrer aus Klingenberg ist jetzt öfters an der Talsperre unterwegs. „Weil sich immer was verändert“, sagt er. Früher war er hin und wieder mit seinen Schülern hier, auf Exkursion. Mit dem Staumeister inspizierte man damals die Anlage. Jetzt ist die Staumauer Sperrgebiet. Hölzerne Wände blockieren das Bauwerk auf beiden Seiten. Durch Sehschlitze kann man zum Stauturm schauen, dem schon ein gutes Stück fehlt. „Die Mütze ist ab“, kommentiert Schubert. Ihm wäre eine transparentere Absperrung lieber gewesen. So sieht es eher nach Gefängnis aus, findet er.

Die Mauerkrone ist schon seit Mitte Oktober für Wanderer tabu. Aus Sicherheitsgründen, heißt es bei der Landestalsperrenverwaltung. Nicht jeder will das akzeptieren, berichtet Sandra Kundel, Sprecherin der Behörde. Es seien schon einige Neugierige in der Baustelle gesichtet worden. „Wir warnen dringend davor – da kann einiges passieren“, sagt sie.

Momentan nimmt sich das Baugeschehen eher harmlos aus. Deshalb würden es viele gern sehen, wenn die Mauer wenigstens am Wochenende begehbar wäre. Frank Kunath etwa, Wirt der Waldschänke an der Ostseite des Sperrwerks. Sein Lokal lebt von den Ausflüglern. „Am Wochenende kommen die meisten Leute hier raus“, sagt er. Warum also nicht die Baustelle freitags sichern und dann freigeben. „Auf anderen Baustellen ist das doch ganz normal.“

Gibt es Touren zur Baustelle?

Obwohl der Wanderweg über die Mauer nun unterbrochen ist, kommen die Gäste noch in die Schänke. Es ist ein Traditionshaus, von Kunaths Großvater Georg Pätzig 1927 als Imbiss begründet. Jetzt ist die Talsperre gerade interessant, weil sie abgelassen wird, sagt Frank Kunath. Aber was, wenn erst die Kräne stehen, wenn das „Gepicker“ losgeht und der Staub weht? Werden dann noch genug Leute einkehren? „Wir wissen es nicht“, sagt Kunath. Er und seine Mannschaft können nur hoffen.

Die Touristiker der Gegend sind jedenfalls entschlossen, das Beste aus der Baustelle zu machen. Immerhin ist es eine Jahrhundertbaustelle, sagt Gunter Fichte, Wanderwegewart von Höckendorf. „Es wäre unklug, das nicht zu nutzen.“

Fichte, der auch als Gästeführer arbeitet, will mit der Talsperrenverwaltung verhandeln, ob Führungen durch die Baustelle möglich wären. Er selbst hat einen neuen Stempel zum Thema Staumauersanierung entworfen. Den sollen sich Wanderer in den Gasthäusern beiderseits des Sperrwerks in ihre Bücher drücken lassen. „Aber das sind noch ungelegte Eier“, bremst der Wanderfreund. Dass der Besucherstrom hier versiegen wird, glaubt Gunter Fichte nicht. Die Natur bleibe attraktiv, sagt er. Und außerdem gebe es genug echte Talsperren-Fans. Er selbst rechnet sich auch dazu.

23.11.09 - noch ca. 700.000 m³ Wasser in der Talssperre

Holzmühle in der Talsperre Klingenberg am 23.11.09

 

26.11.09 - noch ca. 400.000 m³ Wasser in der Talsperre - es reicht nur noch bis zur Birkenbucht

Talsperre Klingenberg am 26.11.09 - ca. 400.000 m³ Inhalt

Talsperre Klingenberg am 26.11.09 - die Entnahmestellen

Talsperre Klingenberg am 26.11.09 - die Entnahmestellen

Talsperre Klingenberg am 26.11.09 - die Entnahmestellen

Talsperre Klingenberg am 26.11.09 - der Grundablass wird sichtbar

 

das Areal der Holzmühle liegt wieder trocken

Talsperre Klingenberg am 26.11.09 - Blick von der Holzmühle Richtung Vorsperre

Talsperre Klingenberg am 26.11.09 - Holzmühle

Talsperre Klingenberg am 26.11.09 - Holzmühle, Blick Richtung Birkenbucht

 

28.11.09 - noch ca. 300.000 m³ Wasser in der Talsperre

Talsperre Klingenberg - noch ca. 300.000 m³ im Stauraum

Bau der Baustellenzufahrt

Talsperre Klingenberg - noch ca. 300.000 m³ im Stauraum

Grundablass - alte Baustelleneinrichtung wird sichtbar

Talsperre Klingenberg - noch ca. 300.000 m³ im Stauraum

Talsperre Klingenberg - noch ca. 300.000 m³ im Stauraum

Talsperre Klingenberg - noch ca. 300.000 m³ im Stauraum

 

Holzmühle - Zusammenfluss Mühlgraben und Weißeritz, Brücke über Mühlgraben, alter Weg Richtung Talsperre

Talsperre Klingenberg - Holzmühle

Talsperre Klingenberg - Holzmühle

alter Übergang über Weißeritz

Talsperre Klingenberg - Holzmühle

Talsperre Klingenberg - Holzmühle

Brücke über Mühlgraben

Talsperre Klingenberg - Holzmühle

im Vordergrund - alter Weg Richtung Talsperre

Luftbild Holzmühle - Talsperre Klingenberg

30.11.2009 - der alte Damm zum Schutz der Baustelle wird sichtbar - noch ca. 166.000 m³ Wasser in der Talsperre

Talsperre Klingenberg - alte Damm

03.12.2009 - die Talsperre ist leer

Talsperre Klingenberg - leerer Stauraum

Talsperre Klingenebrg - Schutzdamm Baustelle

Talsperre Klingenberg - der Schutzdamm

Talsperre Klingenberg - der Schutzdamm

Talsperre Klingenberg - der Schutzdamm

Talsperre Klingenberg - der Schutzdamm

Talsperre Klingenberg - der Schutzdamm

Talsperre Klingenberg - der Schutzdamm hat ein Loch

Talsperre Klingenberg - der Schutzdamm hat ein Loch

Talsperre Klingenberg - der Schutzdamm der Damm ist defekkt

Baustelle Umgehungsstollen

Baustelle Umgehungsstollen

 

Freitag, 4. Dezember 2009
(Sächsische Zeitung)


Die Klingenberger Fische ziehen um

Von Franz Herz

 

Rund 700 Kilogramm Fische haben 50 Helfer von den Anglervereinen in Höckendorf, Dorfhain und Wilsdruff gestern unterhalb der Talsperre Klingenberg aus der Wilden Weißeritz gefischt. Das ist ein dünner Ertrag. „Der Fischbestand in Klingenberg ist sehr gering für 110 Hektar Wasserfläche“, sagt Peter Kluß vom Anglerverband Elbflorenz, der das Fischrecht für die Talsperre hat. Das klare Wasser bietet wenig Nährstoffe für die Fische.

Staumeister Andreas Wendt lässt das Wasser aus der Talsperre strömen. Es staut sich an dem kleinen Damm, der vor hundert Jahren die Baustelle schützte. Der Staumeister sägt die Staubalken durch. Mit jedem Balken, der bricht, strömt eine Wasserwelle durch den Grundablass und mit ihm Fische, die bis zuletzt ihre angestammten Plätze nicht verlassen wollen.

Die Talsperrenverwaltung hat für das Abfischen in der Weißeritz unterhalb der Staumauer eine Staustufe aus Betonsteinen gebaut. Hier waten die Angler bis zum Bauch im Wasser. Sie haben ein großes Netz ausgelegt. Sooft es gefüllt ist, ziehen sie die Fische ans Ufer.

Kräftige Silberkarpfen

Einfacher wäre es, direkt im Staubecken abzufischen. Doch das ist in Klingenberg zu gefährlich. Erstens liegt eine dicke Schlammschicht auf dem Grund, berichtet Eckehard Bielitz, Betriebsleiter bei der Landestalsperrenverwaltung. Hier ist bereits ein Angler beinahe versunken. Zweitens haben die Bauleute alte Munition gefunden. Die haben Fachleute vom Kampfmittelbeseitigungsdienst diese Woche gesprengt. „Im Staubecken herrscht Lebensgefahr“, warnt Bielitz auch Wanderer und Spaziergänger.

Deswegen arbeiten die Angler in der Weißeritz unterhalb der Staumauer. Hier kommen jetzt kräftige Marmor- und Silberkarpfen an. „Die haben wir 1988 ausgesetzt“, berichtet Horst Hehnen aus Freital. Diese Tiere kommen aus Asien, fressen Plankton und Algen. Darum waren sie seinerzeit gern gesehen. In der Zwischenzeit sind sie zu stattlichen Exemplaren herangewachsen, die etliche Kilogramm auf die Waage bringen. Sie sollen aber wieder aus unseren Gewässern verschwinden, weil sie keine einheimischen Fische sind. Darum schlägt ihnen das letzte Stündlein.

Die Plötze, Barsche, Forellen, Zander, Hechte und anderen Fische sind deutlich kleiner. Sie brauchen andere Nahrung, und die ist knapp. Doch sie dürfen woanders weiterleben. „Wir setzen sie um nach Malter, Lehnmühle, Nieder- und Oberwartha“, informiert Carola Stilec, Geschäftsleiterin beim Anglerverband Elbflorenz. Die Angler sortieren sie in große Bottiche und heben diese mit einem Kran auf einen Transporter. Drei Laster fahren den ganzen Tag und bringen die Fische in ihre neuen Heimatgewässer.

Vorher gehen die Tiere über den Tisch von Maik-Gert Werner. Dem Fisch-Biologen bietet sich eine seltene Chance. Er untersucht sonst mit dem Echolot die Fischbestände. Das hat er auch vor zwei Jahren in Klingenberg gemacht. Jetzt kann er die damaligen Messungen und Berechnungen kontrollieren. In Klingenberg ist das zum ersten Mal seit hundert Jahren möglich. Fisch um Fisch legt er auf seinen Messtisch, besondere Arten wiegt er noch.

Der Staumeister schickt um 15Uhr die letzte Wasserwelle mit Fischen in die Weißeritz. Ein kleiner Rest bleibt noch. Doch die Abenddämmerung beendet das Abfischen.

Der Fisch-Biologe Maik-Gert Werner misst und wiegt die Fische. Die allermeisten sind kleine Exemplare

Der Fisch-Biologe Maik-Gert Werner misst und wiegt die Fische. Die allermeisten sind kleine ExemplareFotos: Egbert Kamprath

Die Angler haben gestern die letzten Fische aus der Talsperre Klingenberg gefangen.

Rainer Börner aus Grillenburg (l.) und Uwe Kaden aus Colmnitz schütten den Bottich mit den gefangenen Fischen zum Sortieren aus. Die Angler haben gestern die letzten Fische aus der Talsperre Klingenberg gefangen. Ein Großteil von ihnen wurde umgesetzt und schwimmt jetzt in der Malter, Lehnmühle oder den Staubecken in Ober- und Niederwartha.

Ehrenamtliche Helfer holen die Fische aus der Wilden Weißeritz unterhalb der Staumauer der in Klingenberg.

Ehrenamtliche Helfer holen die Fische aus der Wilden Weißeritz unterhalb der Staumauer der in Klingenberg.

 

Der kleine Schutzdamm aus der Bauzeit der Sperrmauer hält das letzte Wasser in der Talsperre auf.

Der kleine Schutzdamm aus der Bauzeit der Sperrmauer hält das letzte Wasser in der Talsperre auf.

Freitag, 11. Dezember 2009
(Sächsische Zeitung)

Weißeritz mit frischem Wasser durchgespült

Franz Herz

Die Talsperrenverwaltung hat am Freitag eine kräftige Welle aus der Vorsperre in den Fluss geleitet.

Die Staumeister haben gestern Mittag die Schieber an der Vorsperre geöffnet und einen kräftigen Schwall Wasser in die Wilde Weißeritz geschickt. Schlagartig hat sich der Wasserstand verdoppelt. Dabei ist der restliche Schlamm, der vom Abfischen noch im Fluss lag, weggespült worden. Über zwei Stunden lang strömten je Sekunde acht Kubikmeter Wasser durch, informierte Michael Humbsch von der Talsperrenverwaltung.

Am späten Nachmittag überprüften Fachleute die Wasserqualität. Solange blieb auch das Technische Hilfswerk im Einsatz, das Wasser aus einem Waldbach zur Forellenzucht Voss in Tharandt pumpte. Wenn die Weißeritz in Ordnung ist, bekommen die Zuchtfische wieder Wasser aus dem Fluss.

In der Weißeritz selbst sind unterhalb der Talsperre kaum noch Fische zu finden. Die AVD Angelservice GmbH hat die Forellen, die normalerweise hier leben, bereits im September rausgefischt. „Wir haben zwischen Klingenberg und Edle Krone rund 1 000 Tiere herausgeholt“, berichtet Geschäftsführer Christian Sieber. Die Fische schwimmen jetzt in anderen Flüssen wie der Müglitz. Im Frühjahr prüfen die Angler, ob sie neue einsetzen. Sie haben diese Woche die letzten Exemplare, die aus der Talsperre stammen, abgefischt. Fischer aus Höckendorf, Dorfhain und Klingenberg suchen am Wochenende noch einmal den Fluss nach toten Tieren ab.

 

Donnerstag, 17. Dezember 2009
(Sächsische Zeitung)


Bagger räumt Schlamm aus der Weißeritz

Von Franz Herz

Das Wasser im Fluss ist noch trüb. Sachverständige untersuchen es weiter.

Die Landestalsperrenverwaltung (LTV) arbeitet weiter daran, die Wasserqualität in der Wilden Weißeritz unterhalb der Talsperre Klingenberg in Ordnung zu bringen. Seit die Sperre komplett geleert ist, gibt es damit Probleme. Laboruntersuchungen des Wassers ergaben, dass es chemisch in Ordnung ist, aber noch eine Trübung enthält, teilt die LTV mit. „Wir werden jetzt Sachverständige einschalten, die untersuchen, welche Beeinträchtigung diese Trübung bringt“, sagt LTV-Sprecherin Sandra Kundel. Vor allem ist die Frage wichtig, ob es für Fische gefährlich sein kann.

Die LTV unternimmt einen weiteren Versuch, die Wasserqualität im Fluss zu verbessern. Sie schickte gestern einen Bagger in das Flussbett der Wilden Weißeritz, der im Staubecken der Talsperre Klingenberg den Schlamm aus dem Fluss räumen soll.

Hundert Jahre lang war hier das Wasser aufgestaut und am Boden hat sich eine Schicht Schlamm abgesetzt. Im stehenden Gewässer war das kein Problem. Da jetzt wieder der Fluss entlang strömt, löst er die Ablagerungen und wird dadurch verunreinigt. „Wir konnten hier aber auch nicht eher ran, um das Flussbett zu beräumen, bevor nicht das Wasser abgelassen war“, sagte Michael Humbsch, der bei der LTV für die Talsperrensanierung verantwortlich ist. Wenn der Schlamm aus dem Flussbett geräumt ist, wird die Wasserqualität erneut untersucht.

 

Freitag, 18. Dezember 2009
(Sächsische Zeitung)

LTV staut kleine Teiche für Lurche in Klingenberg an


Klingenberg

Derzeit errichtet eine Baufirma mehrere kleine Dämme an den Zuflüssen zur Talsperre Klingenberg. Dort sollen sich bis zum Frühjahr Teiche anstauen. „Dies geschieht aus Naturschutzgründen“, informierte Michael Humbsch von der Landestalsperrenverwaltung (LTV).

Die Teiche sollen den Lurchen als Ersatz dienen, die in der Talsperre laichen. Wenn sie im Frühjahr an ihren gewohnten Laichplatz kommen, haben sie so die Chance, doch noch ein Gewässer zu finden. Das große Staubecken der Talsperre wird die nächsten zwei Jahre leer bleiben, weil in dieser Zeit die Staumauer saniert wird. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die Dämme wieder entfernt. (SZ/fh)

 

aktuelle Baustellenbilder von Martin Bienek

der Umgehungsstollen

wasserseitige Einlaufbauwerk

der Umgehungsstollen - wasserseitiges Einlaufbauwerk

luftseitiges Auslaufbauwerk

der Umgehungsstollen - luftseitiges Auslaufbauwerk

neue Zufahrt zur Staumauer

neue Zufahrt zur Staumauer

der Umgehungsstollen - luftseitiges Auslaufbauwerk

 

Mittwoch, 23. Dezember 2009
(Sächsische Zeitung)


Schlamm aus der Wilden Weißeritz gebaggert


Klingenberg

Der Bagger, der zwei Tage lang Schlamm aus dem Flussbett der Wilden Weißeritz im Stauraum der Talsperre Klingenberg geräumt hat, ist jetzt fertig mit der Arbeit, informierte Sandra Kundel von der Landestalsperrenverwaltung (LTV). In dieser Zeit floss sauberes Wasser aus der Vorsperre direkt durch den Hochwasserstollen um die Talsperre herum.

Die LTV wird von jetzt an weiter steuern, welches Wasser in die Wilde Weißeritz unterhalb der Staumauer fließt. Wenn das Wasser im Fluss zu trüb ist, wird sauberes Wasser aus der Vorsperre dazugegeben. „Damit werden wir im Normalfall starke Trübungen in der Weißeritz vermeiden“, informierte Sandra Kundel. (SZ/fh)

 

Weihnachten an der Talsperre (26.12.2009)

Blick zur Sperrmauer mit Schutzdamm und Entnahmebauwerke

Weihnachten an der Talsperre

Weihnachten an der Talsperre

Weihnachten an der Talsperre

 

Baggerparade

Weihnachten an der Talsperre - Baggerparade

Weihnachten an der Talsperre - Baggerparade

Weihnachten an der Talsperre - Baggerparade

 

am Weg zur alten Mühle

Wintergruß

Wintergruß

 

erstmals auf dem Areal der Holzmühle

Talsperre Klingenebrg - erstmals auf dem Areal der Holzmühle

die alte Brücke wird wieder genutzt - Baustelleneinfahrt für das Ausbaggern der Weißeritz

Talsperre Klingenebrg - erstmals auf dem Areal der Holzmühle

Stützmauer an der Bucht

Talsperre Klingenebrg - erstmals auf dem Areal der Holzmühle

auf dem Weg zum Mühlstein

Talsperre Klingenebrg - erstmals auf dem Areal der Holzmühle

der verbaute Talblick

Talsperre Klingenebrg - erstmals auf dem Areal der Holzmühle

auch über diese Brücke führt die Baustelleneinfahrt

Talsperre Klingenebrg - erstmals auf dem Areal der Holzmühle

Zusammenfluß Mühlgraben u. Weißeritz

Talsperre Klingenebrg - erstmals auf dem Areal der Holzmühle